Kindesschutz im Ehrenamt §72a SGB VIII

In guten Händen - Kindesschutz im Ehrenamt

Informationen für Vereine und Ehrenamtliche

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Ehrenamtliche spielen in Vereinen eine große Rolle und sind unerlässlich. Sie unterstützen die Vereine bei den Aufgaben und engagieren sich unter anderem im Vorstand und Vereinsleben. Darüber hinaus tragen sie Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen des Vereins. Die Kinder und Jugendlichen werden mehrdimensional in ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihren sozialen Kontakten und ihrer Entwicklung für Engagement gefördert.  Gefahren, die ihr seelisches, geistiges und körperliches Wohlbefinden betreffen, können sie oft noch nicht ausreichend einschätzen und sich nicht davor schützen. Insofern sind die Kinder und Jugendlichen besonders schutzbedürftig und es muss in den Vereinstätigkeiten, sowie in allen anderen Tätigkeitsbereichen des öffentlichen Lebens sichergestellt werden, dass Personen, die Kinder und Jugendliche betreuen, dafür geeignet sind. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber hierzu eine gesetzliche Regelung getroffen. 

Erweiterte Führungszeugnisse für ehren- und nebenamtliche in der Jugendarbeit gemäß § 72 a SGB VIII

Mit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes und damit des § 72 a SGB VIII „Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen“ ergibt sich für die öffentlichen Träger der Jugendhilfe die Notwendigkeit festzulegen, welche ehren- und nebenamtlichen Personen in der Kinder- und Jugendhilfe ihre Tätigkeit nur nach Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach § 30 a Bundeszentralregister (BZRG) ausüben dürfen.

Auf dieser Grundlage besteht für die Jugendämter der gesetzliche Auftrag eine entsprechende Vereinbarung mit den verschiedenen Trägern der freien Jugendhilfe zu schließen.

Die Vereinbarung nach § 72 a SGB VIII soll sicherstellen, dass unter der Verantwortung der freien Träger der Jugendhilfe nur ehren- oder nebenamtliche Personen Kinder und Jugendliche beaufsichtigen, betreuen oder erziehen, die nicht wegen einer sexuellen Straftat rechtskräftig verurteilt worden sind.

Aufgrund dessen haben die kommunalen Jugendämter von Kreis und Stadt Paderborn gemeinsam mit Kooperationspartnern der freien Jugendhilfe (Bund der Deutschen Katholischen Jugend [BDKJ], Dekanat Büren-Delbrück, Dekanat Paderborn, Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises, Deutsches Rotes Kreuz [DRK] und Kreissportbund) eine Vereinbarung erarbeitet.

Weitere Informationen und Anlagen

Kontakt

Stadt Paderborn - Jugendamt -
Jugendbüro
Am Hoppenhof 33
33104 Paderborn

Annkatrin Domann
Telefon: 05251/ 88-15151
E-Mail: a.domannpaderbornde