ASP zieht positive Bilanz zum Frühjahrsputz 2026
Das Fazit zum Frühjahrsputz fällt durchweg positiv aus. Mit über 75 Anmeldungen wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Auch dieses Jahr waren nach ersten Schätzungen deutlich über 2.000 Paderbornerinnen und Paderborner im ganzen Stadtgebiet unterwegs, um wilden Müll zu sammeln.
Paderborn, der 8. März 2026 - Nach dem Ende des offiziellen Aktionszeitraums zieht der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) ein positives Fazit zum Frühjahrsputz 2026. Rund 75 Anmeldungen gingen in diesem Jahr beim ASP ein. Da insbesondere Kindertagesstätten und Schulen häufig mit mehreren Gruppen oder Klassen unterwegs waren, lag die tatsächliche Zahl der Gruppen, die wilden Müll gesammelt haben, noch einmal deutlich höher. Insgesamt beteiligten sich erneut mehr als 2.000 Paderbornerinnen und Paderborner an der Aktion.
Wie in den vergangenen Jahren hatte der ASP im März und April dazu aufgerufen, öffentliche Flächen, Grünanlagen, Wege und Gewässerränder von achtlos weggeworfenem Abfall zu befreien. Die Teilnehmenden wurden dafür kostenfrei mit Sammelutensilien wie Greifzangen, Handschuhen, Warnwesten und Müllsäcken ausgestattet. Die gesammelten Abfälle wurden anschließend durch den ASP abgeholt und fachgerecht entsorgt.
„Die große Beteiligung zeigt, wie wichtig vielen Menschen in Paderborn eine saubere und lebenswerte Stadt ist. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mitgemacht haben – ob als Familie, Nachbarschaft, Verein, Kita, Schule oder Initiative. Jeder gesammelte Müllsack ist ein Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz und stärkt zugleich das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Stadt“, erklärt Dr. Dietmar Regener, Betriebsleiter des ASP.
Ein einheitliches Bild zur Entwicklung der wilden Müllmengen lässt sich nach Einschätzung des ASP in diesem Jahr nur schwer ableiten. Während einige Gruppen von mehr achtlos entsorgtem Abfall berichteten, stellten andere fest, dass bestimmte Bereiche deutlich sauberer waren als in den Vorjahren. Deutlich wurde jedoch erneut: Wilder Müll bleibt ein Thema, das Aufmerksamkeit und gemeinsames Engagement erfordert.
Ein besonderer Einsatz fand in diesem Jahr am Habichtsee statt. Dort unterstützte Odin’s Tauchteam den Frühjahrsputz mit einer Reinigungsaktion unter Wasser. Die Taucherinnen und Taucher bargen unter anderem Flaschen, Dosen, Fahrräder, Batterien, Angelschnüre, Kunststoffabfälle, eine Keramiktoilette sowie zahlreiche Zigarettenstummel aus dem See. Darüber hinaus wurden nach Angaben des Tauchteams auch Gegenstände gefunden, die auf mögliche Straftaten hindeuten könnten. Die entsprechenden Funde wurden demnach von zuständigen Stellen geprüft.
„Der Einsatz am Habichtsee hat eindrucksvoll gezeigt, dass Abfälle nicht immer auf den ersten Blick sichtbar sind. Gerade unter der Wasseroberfläche können Dinge liegen, die Umwelt, Tiere und Menschen belasten oder gefährden. Umso wertvoller ist das Engagement von Menschen, die sich mit ihrer Zeit und ihren Fähigkeiten für saubere Gewässer einsetzen“, so Regener weiter.
Der ASP sieht im Frühjahrsputz nicht nur eine wichtige Reinigungsaktion, sondern auch einen Beitrag zur Umweltbildung. Besonders die Beteiligung vieler Kinder und Jugendlicher sei ein starkes Signal. Wer selbst erlebt, wie viel Abfall in der Natur landet, entwickle häufig ein stärkeres Bewusstsein für Abfallvermeidung, Stadtsauberkeit und Umweltschutz.
Auch außerhalb des offiziellen Frühjahrsputzes unterstützt der ASP ganzjährig private und gemeinschaftliche Sammelaktionen im Stadtgebiet. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kitas oder Nachbarschaften können sich bei Interesse an den ASP wenden.
