"Ein guter Start ins Leben"

Eine Gruppe für Eltern und ihre Babys im ersten Jahr

Die Signale und Zeichen von Säuglingen und Kleinkindern richtig zu deuten, ist für junge Eltern häufig eine große Herausforderung. Unterstützung bietet hier der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) mit seinem Angebot »Ein guter Start ins Leben«. Der Verband möchte damit jungen Eltern die Möglichkeit bieten, ihren Nachwuchs besser zu verstehen. Ergänzend zur Einzelberatung gibt es nun eine Gruppe für Mütter und Väter und ihre Babys im ersten Lebensjahr.

»Ein Baby kommuniziert mit seinen Eltern«, sagt Karin Storm, die beim Sozialdienst katholischer Frauen die frühe Förderung anbietet, »und das oft mit sehr feinen Signalen.« Signale, welche im Alltag häufig übersehen oder überhört werden, denn die Geburt eines neuen Familienmitglieds bringt erhebliche Veränderungen und Herausforderungen mit sich. »Da ist es gut, sich Zeit zu nehmen, das Kind in Ruhe zu beobachten. Dann werden die Eltern an ihm noch mehr Freude haben und daran, ihm einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.« Kinder brauchen eine sichere Bindung, und diese seitens der Eltern bewusst aufzubauen, ist Hauptanliegen des Angebots. In der Beratung geht es ganz praktisch zu. Wie gewohnt, kümmern sich Mutter und Vater während alltäglicher Situationen um ihr Kind: Sie spielen mit ihm, suchen seine Nähe, sie wickeln es. Der Unterschied: Karin Storm ist dabei und schaut den jungen Eltern für ein paar Minuten über die Schulter. Manchmal nimmt sie dabei auch eine Videokamera zur Hilfe. So geht kein entscheidender Moment verloren, in dem Mutter und Kind oder Vater und Kind gewissermaßen ganz beieinander sind - wenn das Kind lächelt und die Eltern intuitiv richtig reagieren. »Manchmal gehen diese Momente beinahe unmerklich vorüber«, so Storm. Da sei es wunderbar, den Eltern diesen Augenblick nachträglich zeigen zu können: »Seht mal, wie schön!« Seit gut einem Jahr bietet Karin Storm diese Beratung an - in den Räumen des SKF in der Kilianstraße oder in vertrauter Umgebung bei den Eltern zuhause. Sie selbst ist von der positiven Wirkung überzeugt: »Unglaublich, wie schnell das funktioniert, obwohl es wirklich ganz unspektakulär zugeht.«

Deswegen plant sie nun, das Angebot auszubauen mit einer Gruppe für maximal vier Mütter und Väter. So bleibt Raum für Gespräche. Zudem lernen die Eltern auch Pekip-Elemente kennen. Das Prager Eltern-Kind-Programm ist ein Klassiker der Krabbelgruppenarbeit. Willkommen sind beim Sozialdienst katholischer Frauen alle jungen Eltern, insbesondere auch jene, denen große materielle und existenzielle Sorgen die Freude an ihrem Kind erschweren: »Wir wollen ihnen Gelegenheit geben, ihr Kind ganz bewusst als Glücksquelle zu entdecken«, sagt Karin Storm.

Kontakt:
Karin Storm
SKF-Schwangerenberatung
Kilianstraße 28
33098 Paderborn
Tel.: 05251 12196-13
ssbskf-paderbornde
www.skf-paderborn.de/beratungsdienste-frauenhaus/schwangerschaftsberatung

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