Ausstellung in der Galerie in der Reithalle

Die Ausstellung Kunst nach 1945. Das Wiederaufleben der Moderne und die Künstlergruppe "junger westen" ist vom 29.09.2019 - 05.01.2020 in der Städtische Galerie in der Reithalle zu sehen.

Kunst nach 1945. Das Wiederaufleben der Moderne und die Künstlergruppe "junger westen" 29.09.2019 - 05.01.2020

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019Emil Schumacher: Stilleben mit Konservendose, 1949

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bereitete die Künstlergruppe „junger westen“ den Weg für eine avantgardistische Kunstrichtung und das Wiederaufleben der Moderne. Das Spektrum des bildnerischen Ausdrucks in der Künstlergruppe reichte von geometrisch-klaren Konstruktionen, organisch-amorphen Formen bis zur informellen Malerei. Ihr Schaffen bildete den Pluralismus und das künstlerische Durchspielen von neuen Formsetzungen in der deutschen Nachkriegskunst ab. Im Austausch mit gleichgesinnten experimentellen Künstlern fanden die Mitglieder aus der Gegenständlichkeit zu einer abstrahierenden Formensprache. Die maßgebende Entwicklung in die Abstraktion, die sich neben der Abgrenzung gegenüber der ideologisch missbrauchten gegenständlichen Bildvokabel in der wiedererlangten Freiheit nach Nationalsozialismus und Krieg begründet, zeigt die Ausstellung mit 60 Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus diesen bedeutenden Jahren. Mit Arbeiten der Kerngruppe um die Maler Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und den Bildhauer Ernst Hermanns, ergänzt um Werke zentraler Künstlerpersönlichkeiten, die diese Ära prägten, unter ihnen Willi Baumeister, K.O. Götz, HAP Grieshaber, Fred Thieler oder Fritz Winter. Auch der Paderborner Künstler Peter Gallaus beteiligte sich an den Gruppenausstellungen des „jungen westens“.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

© Text: Prof. Dr. Ferdinand UllrichFolder zur Ausstellung Kunst nach 1945