Rückschau in Auswahl

Informationen zu einer Auswahl von abgeschlossenen Ausstellungsprojekten:

© Stadt PaderbornSeet van Hout : Building the garden. Ausstellung in der Galerie in der Reithalle 21.6. - 15.9. 2019

Seet van Hout : Building the garden. Ausstellung in der Galerie in der Reithalle 21.6. - 15.9. 2019

Die Ausstellung „Building the Garden“ mit Arbeiten der niederländischen Künstlerin Seet van Hout verwandelt die Städtische Galerie in der Reithalle von Paderborn-Schloß Neuhaus in einen atmosphärischen Bildraum.

Ihre Werke, die fließende Malerei, gezeichnete Stickerei und freies Fadenspiel kombiniert, sind von hoher Ästhetik und faszinierender Dichte. Abstrakte Formen und gestickte Pflanzenmotive verbinden sich in Seet van Houts Bildern zu einem tiefgründigen Kosmos, der einen imaginären Garten zwischen Wachstum und Verfall, wissenschaftlicher Abbildung und Sinnlichkeit entwirft.

© Stadt PaderbornDetailansicht eines Werkes von Seet van Hout aus der Ausstellung Building the garden

Die Künstlerin arbeitet nicht mit dem Pinsel, sondern sie lässt Farbe auf den Leinwänden fließen, tropft, wirbelt, gießt, so dass freie, diffuse Farbbewegungen entstehen. Anschließend stickt sie in Handarbeit konkrete Formen in die Farbwogen. Als Vorlagen nutzt sie Elemente aus den Kupferstichen der Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian und aus Druckgrafiken des 15. bis 18. Jahrhunderts wie Kräuter- und Apothekerbücher, die die Entwicklung der naturgeschichtlichen Blumen- und Pflanzendarstellung aufblättern. Die floralen Darstellungen aus Buchmalereien, Kupferstichen und Holzschnittillustrationen verselbstständigen sich in Seet van Houts Werken und verschiedenste Fragmente werden zu neuen Figurationen zusammengefügt.

© Stadt PaderbornSeet van Hout : Building the garden. Ausstellung in der Galerie in der Reithalle 21.6. - 15.9. 2019


© Ansgar HoffmannGeorg Brandt "Brücke über die Sauer in Grundsteinheim", Linolschnitt um 1923

Georg Brandt - Werke der Zwanziger Jahre. Eine Schenkung an die Städtische Kunstsammlung Paderborn

Georg Brandt - Werke der Zwanziger Jahre. Eine Schenkung an die Städtische Kunstsammlung Paderborn.

Ausstellung in der Galerie in der Reithalle 16.02. - 10.06. 2019

Das künstlerische Schaffen des 1897 in Paderborn geborenen Malers und Grafikers Georg Brandt beschränkt sich im Wesentlichen auf die Zeitspanne zwischen 1921 und 1927. Brandt war neben Franz Leifert, Heinrich Niedieck, Josef Thiele und Waldemar Wilcke Mitglied der Paderborner Künstlervereinigung "Fünf Westfalen". In diesen wenigen Jahren entsteht ein beachtliches Œuvre, vorwiegend in der Technik des Linol- und Holzschnitts. Es ist ein Werk, dass sich stilistisch zwar eindeutig zum Expressionismus bekennt, jedoch von einem durchaus individuellen Ausdruckswillen geprägt ist. Die Öl- und Aquarellmalerei ist deutlich nebengeordnet und von einer Stilhaltung, die gemeinhin als „Neue Sachlichkeit“ bezeichnet wird. – Anfang 2018 erhielt die Städtische Kunstsammlung eine umfangreiche Schenkung von annähernd 70 Arbeiten des Künstlers. Diese werden – ergänzt durch einige Leihgaben – erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

© Stadt PaderbornGeorg Brandt (Paderborn 1897 - 1965 Kassel) Folder zur Ausstellung in der Galerie in der Reithalle
© Stadt PaderbornFolder zur Georg Brandt Ausstellung in der Galerie in der Reithalle 16.2. - 10.6. 2019


© Stadt PaderbornHendrick Goltzius (1558 - 1617). Galerie in der Reithalle in Schloß-Neuhaus 27.10. 2018 - 13.01. 2019

Hendrick Goltzius (1558 - 1617)

Hendrick Goltzius (1558 - 1617).
Mythos, Macht und Menschlichkeit. Galerie in der Reithalle in Schloß-Neuhaus 27.10. 2018 - 13.01. 2019

Hendrick Goltzius gilt als der bedeutendste Stecher der Niederlande im späten 16. Jahrhundert. Seit 1576 in Haarlem ansässig, trat er noch zu seinen Lebzeiten mit seinen brillant-raffinierten Druckgrafiken in ganz Europa hervor.

Neben der unvergleichlichen technischen Virtuosität war es Goltzius‘ Vermögen, für traditionelle Themen ganz neue, höchst originelle Bildlösungen zu finden, die das Publikum sinnlich und emotional zu bewegen vermochten.

Die Ausstellung zeigte in Kooperation mit der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau einen repräsentativen Querschnitt dieser meisterhaften Kunst an der Schnittstelle zwischen Manierismus und Barock. Zur Ausstellung ist ein ausführlicher, 368 Seiten starker Katalog erschienen.


Kosmos Böckstiegel Künstler & Sammler 16. Juni bis 7. Oktober 2018

Kosmos Böckstiegel Künstler & Sammler 16. Juni bis 7. Oktober 2018
Kosmos Böckstiegel - Künstler und Sammler
16. Juni bis 7. Oktober 2018

Peter August Böckstiegels eigenes künstlerisches Schaffen ist schon immer gewürdigt worden: Der Maler, Grafiker und Bildhauer setzte die Landschaften und Menschen seiner westfälischen Heimat ins Bild und hielt konsequent an dieser Motivwelt fest. Das macht sein Schaffen - dabei stets dem Geist der Moderne verpflichtet - so eigenständig. Die Ausstellung wirft mit rund 80 Werken Böckstiegels und einer ähnlich großen Zahl von Gemälden und Skulpturen aus seiner selbst angelegten Kunstsammlung einen ganz neuen Blick auf einen der wichtigsten Vertreter der zweiten Generation des deutschen Expressionismus.

© Stadt PaderbornPeter August Böckstiegel: Mutter und Bruder Heinrich auf dem Feld, Öl / Lwd., um 1926

Die Poesie des Lebens - Malerei des 19. Jahrhunderts aus der Berliner Nationalgalerie - Sammlung Wagener - bis 28. Januar 2018


Die in über vierzig Jahren zusammengetragene Sammlung des Berliner Konsuls und Bankiers Joachim Heinrich Wagener bildet den Grundstock der Nationalgalerie Berlin. Sie umfasst 262 Gemälde überwiegend deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und ist charakteristisch für eine Epoche, in der der Zusammenhang von Kunst, Geschichte, Natur und Politik intensiv reflektiert wurde. Der thematische Schwerpunkt liegt auf Landschaften und Architekturmalerei, Historie und Genre; einige Porträts und Stillleben ergänzen das Spektrum. Die Reithalle präsentiert aus diesem kostbaren Wagenerschen Bilderschatz eine Auswahl von rund 70 Werken des Klassizismus‘, der Romantik und des Biedermeiers.


© Stadt PaderbornClarence Hudson White, The Orchard (Der Obstgarten, 1902,©Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek und Alfred Stieglitz

Kunstfotografie um 1900

Die Sammlung Fritz Matthies-Masuren

vom 24. September - 20. November 2016

Etwa um die Wende des 19. Jahrhunderts wurde es den Fotografen mit dem Aufkommen neuer technischer Verfahren ermöglicht, nun auch die Gestaltungsmittel von Malerei und Grafik aufzugreifen. Über diesen Weg wurden sie sich einer der Fotografie eigenen Bildästhetik bewusst.

Die internationale Bewegung der "Kunstfotografie" wurde vor allem von Amateuren aus dem wohlhabenden Bildungsbürgertum getragen. Losgelöst von ökonomischer Zweckgebundenheit wollten sie das subjektiv-ästhetische Wahrnehmungserlebnis kultivieren.

Mit der Sammlung Matthies-Masuren, die sich seit 1924 in der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin befindet, liegt uns ein beeindruckendes Zeugnis dieses überaus spannenden Kapitels der Fotografiegeschichte vor - von Alfred Stieglitz über James Craig Annan bis hin zu Max Burchartz.


© Stadt PaderbornFigur malerisch, 1936, Kunstmuseum Stuttgart

Die Lust am Unbekannten

WILLI BAUMEISTER

Gemälde Zeichnungen Druckgrafiken

vom 2. Juli bis 4. September 2016

Baumeisters reiches bildnerisches Universum besteht aus einer Mischung von Gesehenem und Erinnertem, Erkanntem und Erfundenen; es enthält Konstruktiv-Geometrisches neben Organisch-Bewegtem, großflächige Farbflächen neben zarten Lineaturen, erdhaft Geballtes neben luftig Schwebendem - eine Welt der Kontraste und Polaritäten.

Entgegen seiner heutigen Stellung in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts war Baumeister indes nie ein Dogmatiker der Abstraktion; er verstand sich vielmehr als "Figurenmaler" in dem Sinn: Der Maler muss die kürzeste, die einfachste Ausdrucksform für die Wesenheiten des Menschen finden. (W. B.)


© Stadt PaderbornPiet Mondrian, Komposition in Gelb, Blau und Rot, 1937

Guido Reni trifft Andy Warhol

Die Sammlung Francesco Martani

vom 18. Juli bis 27. September 2015

Im Ausstellungstitel waren die beiden wesentlichen Schwerpunkte der Kollektion benannt: zum Einen zentrale barocke Meister, überwiegend der italienischen, aber auch der französischen und niederländischen Kunstgeschichte - zu nennen wären u. a. Annibale Carracci, Guido Reni, Il Guercino, Bernardo Strozzi, Anthonis van Dyck - , zum anderen internationale Avantgarde mit herausragenden Vertretern der klassischen Moderne, des Kubismus und des Futurismus, der L'Arte Metafisica, der konstruktiven und expressiven Abstraktion sowie der amerikanischen Pop Art. Klangvolle Namen begegnen hier - Paul Klee, Gino Severini, De Chirico, Mondrian, Morandi, Picasso, Newman und viele mehr.


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Die Brueghel-Familie

21. Februar bis 21. Juni 2015

Die Brueghel-Familie zählt zu den bedeutendsten Malerdynastien des 16. und 17. Jahrhunderts. Ihre Werke wurden bereits von Zeitgenossen hochgeschätzt. Heute sind sie ein wesentlicher Teil des kulturellen Erbes Europas und Höhepunkte in den berühmtesten Museen und Sammlungen der Welt. Die Paderborner Ausstellung hat eine hierzulande bisher noch nie gezeigte Übersicht über das vielfältige Schaffen der Brueghels und der wichtigsten Künstler in ihrem Umkreis geboten. Sie führte mit über 140 Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphiken durch vier Generationen des Wirkens dieser flämischen Malerfamilie.


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Pablo Picasso
"Ich sehe die Dinge in anderer Art"

5. Juli bis 28. September 2014

Picasso gilt als die Verkörperung der Kunst des 20. Jahrhunderts schlechthin. Er wirkte als Begründer neuer Stilrichtungen und innovativer technischer Verfahren. Als einen "Magier der Graphik" hat man Picasso bezeichnet. Dieser Titel umgreift nicht nur seine unbändige Kreativität, sondern auch seine elementare und immer wieder überraschende Formensprache, sein handwerkliches Geschick und seine grenzenlose Experimentierfreude.
In den 130 Werken dieser Ausstellung offenbarte sich Picassos einzigartige Schöpferkraft. Zum graphischen Œuvre traten ergänzend einige seiner in Vallauris geschaffenen Keramiken hinzu sowie 14 der berühmten Porträtphotos von Edward Quinn.


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Wilhelm Lehmbruck

11. Mai bis 24. August 2013                            

Wilhelm Lehmbruck gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der klassischen Moderne. In nur zwei Jahrzehnten schuf er ein ungemein ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk.
Zentrales Thema ist der Mensch. Zunächst angeregt durch die Plastik Rodins und Maillols, gelangt Lehmbruck um 1910 zu seiner eigenen künstlerischen Sprache. 
In der Lehmbruck-Retrospektive waren neben 50 Skulpturen der Jahre 1898-1918 - darunter sämtliche Hauptwerke - auch zahlreiche seiner künstlerisch vollkommen eigenständigen Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken zu sehen.


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Joan Miró

Grafische Werke. Mischtechniken und bibliophile Bücher aus fünf Jahrhunderten

Sammlung Galerie Boisserée

28. Juli bis 30. September 2012

Joan Miró zählt zu den Großen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk, das sich einer außerordentlichen Popularität erfreut, wurzelt in den dada-surrealistischen Bewegungen der 1920er Jahre und wächst doch über alle Ismen und Manifeste singulär hinaus. Miró ist ein Poet, ein Magier und Abenteurer der Gestaltung. Seine archaisch anmutende Zeichensprache erzeugt in unbegrenzter Phantasie höchst eigenwillige, zeit- und raumenthobene „Wirklichkeiten“, in denen sich Menschliches, Tierisches und Pflanzliches, Sonne, Mond und Sterne miteinander verbinden. Die Werkschau in der Reithalle, die gut 130 Arbeiten des Künstlers präsentierte, entstand in enger Kooperation mit der Galerie Boisserée in Köln.


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Georges Braque

Graphische Werke
Aus der Sammlung der Galerie Boisserée

17. Juli bis 26. September 2010

Der französische Revolutionär der Moderne Georges Braque, hinterließ ein beachtliches druckgraphisches Werk von über 600 Radierungen, Kupferstichen, Lithographien und Buchillustrationen. Der experimentierfreudige Künstler zeigt eine eigenwillige bildnerische Phantasie und Imaginationskraft.Sein Themenspektrum umfasst: den Wagen, den Kopf, die Teekanne, Blumen, Zitronen und immer wieder Vögel in unzähligen Variationen, die in der Reithalle anhand zahlreicher Beispiele zu sehen waren.


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Szenen aus der fließenden Welt

Meisterwerke des Japanischen Farbholzschnitts aus der Graphischen Sammlung der Universität Trier

11. August bis 11. November 2007

In der Edo(heute Tokyo)-Zeit (1603-1868)wurde der Begriff Ukiyo geprägt. Die Shogune, das heißt die Militärregenten aus dem Tokuwaga-Clan, haben in dieser Zeit das Reich vereint. Als Ukiyo-e werden die Bilder einer fließenden Welt bezeichnet, Holzschnitte, die das Theater und seine Schauspieler, das Leben in den Freudenvierteln der großen Städte sowie Landschaften und Reisestationen zeigen, die einen Blick in die Vergangenheit Japans erlauben.


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Aristide Maillol

1861-1944

3.Dezember 2005 bis 5. März 2006

Als Hauptmeister der Klassischen Moderne wird der französische Bildhauer gefeiert, der sich bewußt gegen den modellierten Stil Rodins wandte und sich auf das reine Gestalten des statuarischen Körpers konzentrierte. Maillols Thema ist die monumental vereinfachte Einzelfigur - der weibliche Akt in immer neuen Variationen: Sitzende, Hockende, Badende, Stehende und in sich ruhende Figuren von großer Kraft und Lebendigkeit. Mit rund dreißig plastischen Arbeiten, Zeichnungen und Druckgraphiken zeigte die Städtische Galerie in der Reithalle einen umfassenden Einblick in sein Lebenswerk.


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Das Stilleben

in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts

6.September 2003 bis 4.Januar 2004

Die Stillebenmalerei erlebte in Europa des 17. und 18. Jahrhunderts ihre höchste Blüte. Mit dem Ausklang des Barock verkümmerte sie jedoch nicht, sondern trieb neue Blüten, wie in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Die Galerie in der Reithalle zeigte mit rund 90 Gemälden einen umfassenden Überblick aus dem Facettenreichtum delikater Blumen- und Früchtearrangements, rustikaler Küchenstücke, Jagdstilleben sowie der 'nature morte' der Zeit von 1800-1910.


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Ernst Barlach

Ich komme ans Werk

6. Dezember 2002 bis 2. März 2003

Viele Barlach-Interpreten versuchten die Eigenart des Künstlers und seines Werkes zu bestimmen, seine Formdialektik, seine Spiritualität oder seine Modernität. Barlach selbst wandte sich gegen jegliche Abstempelung seiner Kunst: "Man klebt die Etiketten kultisch und mystisch auf meine Arbeiten (...) ich begehre jedoch nichts anderes, als schlecht und recht Künstler zu sein." Auf seiner Rußlandreise 1906 sind es vor allem die besitzlosen, schlichten und unverstellten Menschen auf dem Lande, die ihn faszinieren und ihn einen völlig neuen Formenkanon entwickeln lassen, die den Rahmen für sein gesamtes weiteres Werk bestimmen.


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Emil Nolde

Druckgraphik aus der Sammlung der Nolde-Stiftung Seebüll

4. Mai bis 1. Juli 2001

In Emil Noldes Œuvre bildet die Druckgrafik einen eigenen komplexen Bereich. In einem Zeitraum von zwanzig Jahren schafft er 233 Radierungen, 206 Holzschnitte, 83 Lithographien sowie 4 Hektographien, dazu kommen zahlreiche Überdrucke und Farbvarianten einzelner Bildentwürfe. Seine Arbeiten nehmen eine Sonderstellung in der Zeit des Expressionismus ein, da ihnen eine ausgesprochen malerische Komponente eigen ist. Viele dieser Varianten des experimentierfreudigen Künstlers waren in der Ausstellung der Reithalle zu sehen.


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Henri de Toulouse-Lautrec

Werke aus dem Sprengel Museum Hannover

24. März bis 28. Mai 2000

Der Wegbereiter der bildnerischen Moderne in Europa - Henri de Toulouse-Lautrec - kann den "Zeitgeist" der damals wohl aufregendsten und schönsten Stadt der Welt, Paris, so treffend in Bildern umsetzen, wie kein zweiter. Für die Anfänge der modernen Plakatkunst setzt er die wichtigsten Impulse. Flächiger Farbauftrag, konturierte Umrisse, starke Kontraste zwischen hellen und dunklen Bildpartien sowie einprägsame Schrifttypen kennzeichnen seine Entwürfe, die mit gut 60 Beispielen in der Galerie vertreten waren.


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Rubens

Die Meisterstiche seiner Werkstatt

Aus der Sammlung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloß, Siegen

26. März bis 6. Juni 1999

Peter Paul Rubens hinterließ ein umfangreiches Lebenswerk von über 3000 Gemälden. Früh erkannte er die Bedeutung der Druckgraphik für die Verbreitung seiner Kompositionen und engagierte hervorragende Kupferstecher, die seine Gemälde graphisch umsetzten. Die bedeutendsten Rubensstecher waren Pieter Soutman, Lucas Vorsterman, Schelte à Bolswert, Paulus Pontius und Jan Witdoeck, deren Stiche in der Ausstellung zu sehen waren.


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Dürer als Erzähler

80 Holzschnitte, Kupferstiche und Radierungen Albrecht Dürers

24. Januar bis 16. März 1997

Albrecht Dürer zählt zu den bekanntesten deutschen Künstler. Sein graphisches Werk ist ebenso bedeutend, wie das der Malerei. Dürer hinterließ ca. 350 Holzschnitte und 100 Kupferstiche, mit denen er den graphischen Ausdruck des Spätmittelalters revolutionierte. Zu den 80 druckgraphischen Hauptwerken aus allen Schaffensperioden, die in Paderborn zu sehen waren, zählten Meisterstücke wie „Melancolia I“, „Ritter, Tod und Teufel“, die „Apokalyptischen Reiter“ und das „Rhinozeros“.


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Rembrandt

Radierungen aus dem Rembrandthuis Amsterdam und dem Museum Boymans-van Beuningen Rotterdam

26. Juni bis 25. Februar 1996

Der holländische Maler Rembrandt Harmensch. van Rijn, zählt zu den bedeutendsten der Welt. Er setzt sich früh mit der Radierung auseinander. In der Galerie der Reithalle waren zahlreich Beispiele seiner experimentierfreudigen Gravurarbeiten ausgestellt. Neben einigen seiner berühmten Selbstbildnisse, darunter das frühe Portät mit krausem Haar (1630), waren vor allem Darstellungen und Themen aus dem Alten und Neuen Testament sowie Allegorien, Genreszenen und Aktstudien zu sehen.


Plakate der Jahrhundertwende

aus der Sammlung des Landesmuseums Oldenburg

2. Juni bis 6. August 1995

In Frankreich und England entstanden um 1870 die ersten Bildplakate von künstlerischem Rang. In Deutschland setzte diese Entwicklung erst 20 Jahre später ein. In der Städtischen Galerie der Reithalle waren annähernd 100 überwiegend deutsche, aber auch französische, englische, dänische und amerikanische Beispiele aus der frühen Plakatwerbung zu sehen. Künstler wie Peter Behrens, Eugéne Grasset, Julius Klinger, Alphons Maria Mucha, Edward Penfield und Franz von Stuck wurden mit ihren herausragenden Arbeiten vorgestellt.