Besatzer. Partner. Freunde. Britisches Militär in Paderborn 1945 - 2017

Ausstellung in der Galerie „Bilderbogen“ in der Stadtverwaltung Paderborn noch bis 4. Oktober zu sehen

© Stadt Paderborn(v.l.) Bürgermeister Michael Dreier, Andreas Gaidt und Wilhelm Grabe (beide Stadt- und Kreisarchiv) vor den Fotografien der Ausstellung.

Donnerstag, 21. September 2017 | Stadt Paderborn - Erst waren sie Besatzer, dann wurden sie zu Partnern und Freunden – die Briten in Paderborn. Der Abzug des britischen Militärs hat bereits begonnen und soll bis 2020 abgeschlossen sein. Das Stadt- und Kreisarchiv Paderborn nimmt dies zum Anlass, in einer Fotoausstellung die Geschichte des britischen Militärs in Paderborn nachzuzeichnen.
Die Ausstellung, die am Dienstag, 12. September, in der Galerie „Bilderbogen“ auf dem Bürgermeisterflur Am Abdinghof 11 eröffnet wurde, gibt einen Vorgeschmack auf die weitaus größere museale Wanderausstellung „Briten in Westfalen“, die ab 20. Oktober im Stadtmuseum am Abdinghof zu sehen ist. Im Vergleich zur großen Ausstellung ist die des Stadt- und Kreisarchivs enger gehalten: Sie richtet ihren Blick ausschließlich auf Paderborn anstatt auf Westfalen und zeigt einzig Fotografien. Diese gewähren interessante Einblicke in eine Lebenswelt, die sich in über 70 Jahren mitten in Paderborn entwickelt hat und die für viele dennoch bis heute unbekannt geblieben ist. Thematisch liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf den militärischen Aspekten, doch werden auch Themen wie Freizeit, royale Besuche oder das Zusammenleben von Briten und Paderbornern dargestellt, aber auch kritische Stimmen sind zu hören. Besucherinnen und Besucher können die gesamte Zeitspanne von 1945 bis 2017 nachverfolgen und sich auf eine Mischung aus historischen und aktuelleren Fotos freuen.
Andreas Gaidt aus dem Stadt- und Kreisarchiv, der sich erneut für die Fotoausstellung im „Bilderbogen“ verantwortlich zeichnet, betont die Bedeutung der städtischen Bildersammlung für dieses Projekt: „Das Bildmaterial des Stadt- und Kreisarchivs über das britische Militär stellt eine Besonderheit dar.“ Da das Fotografieren militärischer Anlagen strengstens verboten war und ist, liegen in Archiven oft keine Fotos vor. Anders in Paderborn. Das Fotoatelier Köppelmann hatte schon seit den späten 1940er-Jahren zahlreiche Aufträge aus den britischen Kasernen erhalten. Der Nachlass des Ateliers liegt seit einigen Jahren bekanntlich im Stadt- und Kreisarchiv. Für die Ausstellung wurden diese Aufnahmen durch Bilder wie denen der Pressefotografen Wolfgang Mietusch und Helmut Hennig ergänzt. Weitere Fotos sind durch Privatleute entstanden. Dieses Material zu finden ist das Verdienst von Bettina Blum und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Ausstellung „Briten in Westfalen“ erarbeiten. Einzelne Stücke sind nun schon in der Fotoausstellung „Britisches Militär in Paderborn“ zu sehen.
Bei der Eröffnung zeigte sich Bürgermeister Dreier entsprechend beeindruckt: „Die über 100 Fotos dieser Ausstellung zeigen ein überraschend vielfältiges Bild des britischen Lebens in Paderborn und machen neugierig auf die ‚Briten in Westfalen‘.“
Die Ausstellung kann bis zum 4. Oktober zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung, montags bis mittwochs von 8 Uhr bis 16:30 Uhr, donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12:30 Uhr, besichtigt werden.
Der Begleitband zu der Ausstellung erscheint als Band 9 der Reihe „Paderborn in historischen Fotografien“ am 20. Oktober zur Eröffnung der Ausstellung „Briten in Westfalen“.

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