Ein Wohnpark zum Wohlfühlen

Im Frühjahr Baubeginn im Wohnpark Thune

Donnerstag, 08. November 2007 | Stadt Paderborn - Noch ist es ruhig an den Erschließungsstraßen im Wohnpark Thune. Doch bald dürfte es mit der Ruhe auf dem fast 128.000 Quadratmeter großen Gelände an der Bielefelder Straße zwischen Schloß Neuhaus und Sennelager vorbei sein. "Das wird ein Wohnpark zum Wohlfühlen", ist sich Andreas Preising, Leiter des Amtes für Liegenschaften und Wohnungswesen der Stadt Paderborn sicher. Gebaut wird bereits auf einem Teil der Fläche am Neubau des Feuerwehrgerätehauses Schloß Neuhaus mit Rettungswache. "Im Frühjahr werden dann die ersten Häuslebauer hinzukommen", so Preising. Wo einst 75.000 Kubikmeter Bauschutt der ehemaligen Crocker Barracks lagen, stehen nunmehr 75 Baugrundstücke für eine freistehende Wohnbebauung zur Verfügung. In etwa 170 Wohnungen sollen im Wohnpark Thune bis zu 700 Menschen wohnen können. "Noch bis zum 30. November läuft das Bewerbungsverfahren", sagt Andreas Preising und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Interessenten durchaus noch zum Zuge kommen können. Neben unserem allgemeinen Vergabeverfahren wende die Stadt hier auch ein Sonderverfahren an. Letzteres mache es möglich, dass kurzfristig Bauwillige zu einem Grundstück kommen können. Der Kaufpreis für die Baugrundstücke beträgt 140 Euro pro Quadratmeter. Die Erschließungskosten kommen noch dazu. Die Geschichte der Fläche, auf dem jetzt der Wohnpark Thune entstehen wird, ist lang. Von 1936 bis 1938 entstand auf dieser Fläche das so genannte Heeresverpflegungsamt. Bis 1945 wurde dies von der deutschen Wehrmacht genutzt. Von 1945 bis 2000 war es in der Hand der englischen Streitkräfte. Episode am Rande: 1977 soll die englische Königin im Rahmen ihres Besuchs zum 1200jährigen Stadtjubiläum auf dem Gelände in einem noblen Eisenbahnwagen übernachtet haben. Nach langem Ringen gelang es der Stadt Paderborn 2004, das Gelände von der Bundesfinanzverwaltung zu erwerben. Für 2,7 Millionen Euro wurden von Januar bis November letztes Jahr mehr als 40 Gebäude unterschiedlicher Bauart, fünf Hektar befestigte Flächen, zwei Kilometer Bahngleise und etwa zehn Kilometer Ver- und Entsorgungsleitungen entfernt.

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