Mailand, Mantua und Urbino

Vortragsreihe Kunststädte Italiens in der VHS

© Stadt PaderbornAm Dienstag, 16. Oktober findet in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in der VHS Paderborn am Stadelhof 8 ein weiterer Vortrag der beliebten Vortragsreihe „Kunststädte Italiens“ statt.

Mittwoch, 10. Oktober 2018 | Stadt Paderborn - Am Dienstag, 16. Oktober findet in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in der VHS Paderborn am Stadelhof 8 ein weiterer Vortrag der beliebten Vortragsreihe „Kunststädte Italiens“ statt.
Zahlreiche italienische Städte waren über Jahrhunderte ein guter Ort für die Künste. Beispielsweise entstand dort zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert die Renaissance, die bis heute zu den glanzvollsten europäischen Kunstepochen zählt. In der mehrteiligen Veranstaltungsreihe werden ausgewählte Städte und ihre kunstgeschichtliche Bedeutung vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Zeit der italienischen Renaissance, die Maler und ihre Werke. Die Referentin, Mechthild Beike, präsentiert den Vortrag mit zahlreichen Bildern. Abseits der großen Kunstzentren glänzten die italienischen Höfe durch ein reiches Kunst- und Kulturleben in der Zeit der Renaissance. Unter der Herrschaft der Sforza (1450-1535), besonders unter Ludovico Sforza, erlebte Mailand eine kulturelle Blüte. Der prachtvolle Hof, den die Sforza innerhalb weniger Jahrzehnte schufen, zog zahlreiche Künstler nach Mailand. Darunter befand sich Leonardo da Vinci, der aus Florenz kam, und 17 Jahre in Mailand tätig war. Hier entstand sein berühmtes Abendmahl, die Dame mit Hermelin und die Madonna in der Felsengrotte. Die Gonzaga, eines der bekanntesten italienischen Adelsgeschlechter, regierten die norditalienische Stadt Mantua weit mehr als 300 Jahre (1328 bis 1708). Die Kunstverliebtheit der Gonzagas machte die Stadt zu einer Hochburg der Renaissance. Neben Peter Paul Rubens wurde Andrea Mantegna als Hofmaler nach Mantua berufen. Berühmt wurde Mantegnas Ausmalung des - unter dem Namen Camera degli Sposi - bekannten Zimmers im Castello di San Giorgio. Die Fresken sind nicht nur ein Meisterwerk des Künstlers, sondern auch ein Hauptwerk der italienischen Renaissancemalerei. Der bedeutendste Herrscher des Herzogtums Urbino war Frederico da Montefeltro von 1444 bis 1482. Seine Tätigkeit als erfolgreicher Heerführer hinderte ihn nicht daran, sich mit gleicher Energie der Kunst und den Wissenschaften zu widmen. Er ließ den prachtvollen Palazzo Ducale in Urbino errichten und versorgte zahlreiche Künstler mit Aufträgen. Einer von ihnen war der Maler Piero della Francesca, der hier einige seiner faszinierendsten Werke schuf, darunter das Altarbild Pala Montefeltro, die vielleicht bedeutendste Sacra Conversazione des 15. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Malerei der Renaissance. Weitere kunst- und kulturhistorische Aspekt der jeweiligen Stadt werden berücksichtigt. Eintritt 10 Euro (inklusive Kaffee, Tee und Kekse). Anmeldungen nimmt die VHS unter 05251/ 8758610 oder www.vhs-paderborn.de entgegen.

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