Mensch, Brinkschröder! – Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum

Ab 13. Januar sind Werke von Josefthomas Brinkschröder zu sehen

© Stadt PaderbornFotos und Postkarten von Josefthomas Brinkschröder, die in der Ausstellung im Stadtmuseum Paderborn ab Sonntag, 13. Januar, zu sehen sind.

Donnerstag, 10. Januar 2019 | Stadt Paderborn - Josefthomas Brinkschröder gehört unzweifelhaft zu einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten, die die Paderborner Nachkriegszeit geprägt haben. Ab Sonntag, 13. Januar, zeigt das Stadtmuseum Paderborn anlässlich seines 110. Geburtstages eine Ausstellung zu dem Thema „Mensch, Brinkschröder! – Zum 110. Geburtstag von Josefthomas Brinkschröder (1909-1992)“.
Nachdem im Juni diesen Jahres ein Presseaufruf an die Paderborner Bevölkerung gestartet worden war, anlässlich der Ausstellung mögliche Brinkschröder Exemplare an die Stadt als Leihgabe zur Verfügung zu stellen, sind nun rund 50 Ausstellungsstücke zu sehen. Dabei liegt der Fokus auf den Paderborner Werken des Künstlers. Zu bestaunen sind neben einigen Werken auch persönliche Gegenstände von Brinkschröder, wie beispielsweise ein Teil seiner Arbeitswerkzeuge sowie einige Kleidungsstücke. Insgesamt 18 Leihgeber haben ihre Werke der Stadt Paderborn zur Verfügung gestellt.
Neben der Ausstellung liegt im Stadtmuseum eine Broschüre aus, die die zahlreichen Arbeiten Brinkschröders im öffentlichen Raum als Fotoserie zeigt. Diese kann dort für fünf Euro erworben werden.
„Diese Ausstellung sehen wir als Auftakt, um Josefthomas Brinkschröder in Erinnerung zu rufen“, so Markus Runte, Kurator der Ausstellung und Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums Paderborn. Gemeinsam mit Mit-Kuratorin Heike Sondermann habe er viele spannende Gespräche mit Weggefährten des Künstlers geführt, um ein Gespür für das Wesen und die Arbeit Brinkschröders zu erlangen. Nachdem die Recherche im Dezember 2018 abgeschlossen war, ist diese nun die erste Ausstellung des Stadtmuseums in 2019.
Josefthomas Brinkschröder absolvierte eine Bildhauerlehre bei den Gebrüdern Braun in Paderborn und besuchte die Kunstgewerbeschule Bielefeld, bevor er 1934 nach Berlin ging, um dort an der Hochschule für freie und angewandte Künste die Bildhauerklasse von Ludwig Gies zu besuchen, die er als Meisterschüler verließ. Den Ruf nach einer Professur in Berlin lehnte er allerdings ab.
1940 wurde er als Soldat in die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges einbezogen, die er als Geflohener aus amerikanischer Gefangenschaft 1945 hinter sich lassen konnte. Sodann kehrte er in seine Heimat, in das Riemekeviertel nach Paderborn, zurück, um dort als freischaffender Künstler bis zu seinem Lebensende zu verweilen. „Brinkschröder war ein Urpaderborner und sehr mit seiner Heimat verbunden“, so Kurator Markus Runte. Beispielsweise war er am Wiederaufbau des Paderborner Rathauses beteiligt und fertigte für zahlreiche Kirchen Paderborns Heiligenfiguren, Glasfenster, Portale, Türen und Taufbecken an.
Weitere Informationen zu der Ausstellung und den Öffnungszeiten des Museums gibt es unter www.paderborn.de/stadtmuseum.

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