"Jäger und Beute"

Ausstellung im Residenzmuseum widmet sich der Jagdmalerei

© Stadt PaderbornEröffneten am Freitag die Ausstellung "Jäger und Beute - Jagdgemälde der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen" (v. l.): Hubertus Freiherr von Fürstenberg, Vorstand der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen, Restauratorin Verena Ebel, Kunsthistorikerin Dr. Silke Köhn sowie Museumsleiter Dr. Andreas Neuwöhner, hier vor dem Bild „Jagdstillleben mit Rebhuhn und Blauracke im Röhricht“ (1726) von Jeand-Baptiste Martin.

Montag, 02. Dezember 2019 | Stadt Paderborn - Einen facettenreichen Einblick in das Genre der Jagdmalerei gibt seit Freitag, 29. November, die Ausstellung „Jäger und Beute – Jagdgemälde der Fürstenbergstiftung Eggeringhausen“ im Residenzmuseum Schloß Neuhaus. Bis Juni nächsten Jahres zeigt sie Jagdszenen und Tierdarstellungen aus der Barockzeit bis zum Biedermeier. Die 14 frisch restaurierten Werke aus der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Dr. Andreas Neuwöhner, Leiter des Residenzmuseums Schloß Neuhaus, bedankte sich im Rahmen der Eröffnung insbesondere bei der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen, die am Freitagabend von Hubertus Freiherr von Fürstenberg und Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg vertreten wurde. Das Residenzmuseum präsentiert in den Fürstenzimmern des Schlosses Kunstschätze der Sammlung Fürstenberg, die Gemälde, geschnittene Gläser, Porzellan, Waffen und liturgisches Gerät aus den vergangenen vier Jahrhunderten umfasst. Diese Kunstgegenstände befanden sich seit dem 19. Jahrhundert auf Schloss Eggeringhausen und dokumentieren die Ausstattung eines westfälischen Adelssitzes. Ihre hohe Qualität macht die Sammlung Fürstenberg zu einer bedeutenden westfälischen Privatsammlung.

Aus ihrem Bestand heraus wurde nun die Ausstellung „Jäger und Beute“ zusammengestellt. „Durch die Gemälde wird die Dauerausstellung erweitert und in einer gewissen Weise ergänzt“, so Neuwöhner. Mit der Jagd rücken sie ein zentrales Thema für die Residenz Neuhaus in den Mittelpunkt. Hier sorgten die Jäger des Bischofs dafür, dass immer ausreichend Wildbret für die fürstliche Tafel zur Verfügung stand. Darüber hinaus waren die Parforcejagden in der Senne ein gesellschaftliches Ereignis, das mit hohem Aufwand und zahlreichen Gästen begangen wurde.

„Die Jagd zählt zu den beliebtesten Themen der Kunst- und Literaturgeschichte“, erläuterte Dr. Silke Köhn, die die Gemälde für „Jäger und Beute“ auswählte und am Eröffnungsabend kunsthistorisch einordnete. Die Auswahl im Residenzmuseum gebe Einblick in die Gepflogenheiten der Jagd und zeige den sich verändernden künstlerischen Blick auf ähnlich geartete Motive in verschiedenen Jahrhunderten. Die Werke seien zugleich Chronik einer vergangenen Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt, so die Kunsthistorikerin. So sind etwa Hunde – die bei der Jagd eine große Rolle spielen – ein wiederkehrendes Motiv in der Ausstellung „Jäger und Beute“, aber zum Beispiel auch das heute nur noch selten zu sehende Rebhuhn.

Für die Präsentation im Residenzmuseum wurden die Gemälde mit Unterstützung des Förderprogramms Restaurierungen des Landes Nordrhein-Westfalen sorgsam restauriert. Die Maßnahmen, die von der Restauratorin Verena Ebel vorgenommen wurden, werden im Begleitband zu „Jäger und Beute“ beschrieben. Dieser stellt die Gemälde sowie die benachbarten Jagdschlösser in der Senne vor und kann für vier Euro erworben werden.

Die Ausstellung „Jäger und Beute – Jagdgemälde der Fürstenberg Stiftung Eggeringhausen“ ist bis zum 28. Juni 2020 im Residenzmuseum Schloß Neuhaus zu sehen.

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