Die Engel sind müde oder Widerworte für den Frieden

Veranstaltung zum 100. Geburtstag des Kulturredakteurs, Liedermachers und Übersetzers Gerd Semmer im Stadtmuseum

© Stadt PaderbornDas Stadtmuseum erinnert zusammen mit der Grüne Salon Paderborn und der katholischen Friedensbewegung pax christi-Diözesanverband Paderborn an den Paderborner Liedermacher Gerd Semmer (1919-1967).

Dienstag, 03. Dezember 2019 | Stadt Paderborn - Das Stadtmuseum lädt am Mittwoch, 11. Dezember, ab 19 Uhr zu einem Abend mit Musik und Rezitationen ein und erinnert zusammen mit der Grüne Salon Paderborn und der katholischen Friedensbewegung pax christi-Diözesanverband Paderborn an den Liedermacher, Kulturredakteur und Übersetzer Gerd Semmer.

Semmer wurde am 21. Dezember 1919 in Paderborn als Sohn eines Schneiders geboren. Seit 1948 veröffentlichte er Gedichte, Essays und journalistische Texte, viele seiner lyrischen Arbeiten wurden als "Literatur in Aktion", vor allem in Zusammenarbeit mit Dieter Süverkrüp, vertont und als Ostermarschsongs auf der Straße sowie in Veranstaltungen zu Gehör gebracht. Semmer, auch zuweilen „Vater des deutschen Protestsongs“ genannt, gründete gemeinsam mit Arno Klönne den "Pläne Schallplattenverlag".

Aus dem umfangreichen Schaffen von Gerd Semmer werden anlässlich seines 100. Geburtstags Lieder, Gedichte und Biographisches präsentiert. Anne Birkelbach, bekannt aus der Kneipenleserszene Paderborns, wird Texte rezitieren. Das Kabarett Radau mit Eckhard Radau und Benny Düring gibt Kostproben aus Balladen und Geschichten u.a. „Vom Kleinen König“. Manfred Jäger und Klaus Schüssler präsentieren Lieder wie den Weltuntergangsblues.

Der Abend wird abgerundet durch Karin Füllner aus Düsseldorf, die in der "Kleinen Westfälische Bibliothek der Nyland Stiftung" ein Lesebuch zu Gerd Semmer zusammengestellt hat. Ebenfalls wird ein Filmportrait "Und muss nicht so sein… Gerd Semmers Widerworte" gezeigt. Die Regisseurin Bettina Semmer wird ebenfalls als Gast im Stadtmuseum sein. Es ist ein Abend, an dem es den Menschen und Künstler Gerd Semmer wiederzuentdecken gilt. Der Eintritt ist frei.

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