Dritter Bürgerdialog zum Integrierten Mobilitätskonzept

Schloß Neuhaus rückte in den Fokus

© Stadt PaderbornChristian Bexen (Planersocietät), Technische Beigeordnete Claudia Warnecke und Harald Bock (Stadtplanungsamt, Stadt Paderborn)(v.l.n.r.) diskutierten mit den Bürgerinnen und Bürger über die Mobilität der Zukunft in Schloß Neuhaus und nahmen die Ideen und Anregungen entgegen.

Dienstag, 03. Dezember 2019 | Stadt Paderborn - Beim dritten Bürgerdialog im Rahmen der Erstellung des Integrierten Mobilitätskonzeptes für die Stadt Paderborn (IMOK) drehte sich jetzt alles um die Mobilität in Schloß Neuhaus. Rund 60 Bürgerinnen und Bürger aus Schloß Neuhaus fanden den Weg in die Schloßhalle und diskutierten mit den Experten aus Verwaltung und Planungsbüros, wie sich die Mobilität in Schloß Neuhaus in Zukunft entwickeln sollte.

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden des Bezirksausschusses Schloss Neuhaus, Michael Pavlicic, stellte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke in einer kurzen Einleitung klar: „Unser Anliegen ist nicht nur zu informieren, sondern Sie als Bürgerinnen und Bürger vor Ort sollen sich einbringen“. Sie machte deutlich, dass Mobilität immer eng mit der Gesamtentwicklung in der Stadt verknüpft ist und man beides zusammen betrachten muss. Schloß Neuhaus habe große Potentiale, aber steht auch vor großen Herausforderungen was die Abwicklung von Verkehren im Ortskern anbelangt. Es bedarf Leitplanken und konkreter Maßnahmen, auf deren Basis man diese verkehrlichen Probleme von Schloß Neuhaus lösen kann. Diese Leitplanken soll das IMOK zukünftig, nicht nur für die Gesamtstadt, sondern insbesondere auch für die verkehrlich stark belasteten Ortsteile Elsen und Schloß Neuhaus, bieten.

Dass es so wie bisher in Sachen Mobilität nicht weitergehen kann, darüber waren sich auch die Experten einig. In einer Talkrunde erläuterte Daniela Niestroy-Althaus vom Zukunftsnetz Mobilität NRW, dass man die alternativen Mobilitätsangebote noch in vielen Bereichen verbessern müsse, um zu erreichen, dass das Auto auch mal stehen gelassen wird. Es müsse zunächst ein Umdenken stattfinden und man müsse alternative Mobilitätsangebote auch wirklich als gute Alternative zum Auto wahrnehmen. Wie das für den Bereich des ÖPNV aussehen könnte, machte Stefan Atorf, stellvertretender Geschäftsführer des Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph) deutlich. „Der ÖPNV wird auch 2035 eine große Rolle im Mobilitätsgeschehen spielen, besonders in Vernetzung mit anderen Mobilitätsformen und mit neuen digitalen Möglichkeiten“, wagte Atorf einen Blick in die Zukunft. Ein Umdenken in der Wahl der Mobilitätsformen wünschte sich auch Tim Hecker, Schülersprecher vom Gymnasium Schloß Neuhaus. Der Klimaschutz und damit auch die Mobilität sei für Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Thema. Er wünscht sich, dass die Menschen zukünftig flexibler werden und vom Auto wegkommen, machte aber auch deutlich, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis des ÖPNV aus Sicht der Schüler verbessert werden muss, um dies zu schaffen.

Mit dem Bürgerdialog in Schloß Neuhaus endet die erste Beteiligungsphase im Zuge der Erstellung des IMOK. Die Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger werden jetzt von den Planern aufgenommen und sollen dann auch auf der Projekt-Homepage www.imok-paderborn.de dargestellt werden. Hier finden sich auch weitere Informationen sowie in Kürze die Dokumentation der Bürgerdialoge. Zwischenergebnisse werden hier ebenfalls veröffentlicht. Im nächsten Jahr ist eine weitere Bürgerbeteiligung geplant. Zunächst soll es im Frühjahr 2020 eine Online-Beteiligung geben, bevor es dann Ende des Jahres weitere Bürgerdialoge geben wird, wo dann die Maßnahmen und Ziele des IMOK diskutiert und ergänzt werden können.

Ziel der Stadt Paderborn ist es, das IMOK Anfang 2021 fertigzustellen. Dann soll es der Politik vorgestellt und von ihr beschlossen werden, um ein zukunftsfähiges Strategiekonzept zu haben, auf dessen Basis die Mobilität in Paderborn für die Zukunft ausgerichtet werden kann.

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