Stadtverwaltung richtet Spendenkonten für Geflüchtete in Przemyśl ein
Koordinierungsstab kümmert sich um Hilfsangebote aus Paderborn
Samstag, 26. Februar 2022 | Stadt Paderborn - Von heute auf morgen ist Paderborns polnische Partnerstadt Przemyśl Zufluchtsort für tausende Menschen geworden: Russland führt Krieg gegen die Ukraine, deren Grenze nur etwa zehn Kilometer von Przemyśl entfernt liegt. Die Stadt Paderborn hat ihre Hilfe bei der Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen, bei Spendenaktionen und der Organisation von Hilfslieferungen signalisiert und lässt Worten Taten folgen: Benötigte Hilfsgüter werden am Dienstag auf den Weg gebracht. Außerdem wird die Verwaltung Spendenkonten einrichten, auf die ab Montag, 28. Februar, Gelder eingezahlt werden können. Die Bankverbindungen werden kurzfristig bekanntgegeben.
Auf Initiative von Bürgermeister Michael Dreier traf sich am Samstagmorgen ein Stab, bestehend aus zehn Personen, im Historischen Rathaus, um die Paderborner Hilfe für Przemyśl bestmöglich zu koordinieren. Neben dem Bürgermeister, dem I. Beigeordneten Carsten Venherm und Sozialdezernent Wolfgang Walter nahmen weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Paderborn, Michael Beivers, der stellvertretende Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdiensts Paderborn, Christian Weidlich, sowie Kreisgebietsleiter Thomas Gabor vom Deutschen Roten Kreuz daran teil. Der Koordinierungsstab wird ab sofort ergänzt durch den Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes OWL, Ingo Schlotterbeck, und den Vorsitzenden der Paderborner Johanniter, Matthias Cramer.
Der Präsident des Freundeskreises Paderborn - Przemyśl, Janusz Bugaj, übersetzte im Rathaus das Gespräch mit Iwona Liweń, der persönlichen Referentin von Bürgermeister Wojciech Bakun. Sie berichtete stellvertretend für den Bürgermeister von Przemyśl über die aktuelle Situation. So laufe trotz 30 Kilometer langer Autoschlangen und voller Züge im Bahnhof vor Ort unter Koordination des Bürgermeisters und mit der Unterstützung der örtlichen Hilfsorganisationen sowie der Mithilfe der Bevölkerung alles koordiniert und kontrolliert ab.
Das Notstromaggregat, mit dem sich die Paderborner Feuerwehr am Freitag mit Unterstützung von Westfalen Weser nach Przemyśl auf den Weg gemacht hatte, ist angekommen. Um möglichst effektiv helfen zu können, werden zurzeit vorrangig Geldspenden für die Anschaffung weiterer Hilfsgüter benötigt.
„Gemeinsam mit Landrat Christoph Rüther und der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern aus den kreisangehörigen Kommunen arbeiten wir Hand in Hand“, sagt Michael Dreier. „Nicht nur in Paderborn gibt es ein unglaubliches Hilfsangebot aus der gesamten Bevölkerung, von Vereinen und Institutionen sowie eine große Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und unserer Partnerstadt. Ich möchte mich erneut gemeinsam mit Bürgermeister Wojciech Bakun für diese überwältigende Hilfsbereitschaft bedanken.“
Das nächste Koordinierungsgespräch wird in enger Abstimmung mit Przemyśl am kommenden Montag stattfinden.
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