„Mit Freude und Optimismus Herausforderungen angehen“

Festredner beim Neujahrsempfang der Stadt am Sonntagabend war Prof. Dr. Gunther Olesch

© Stadt PaderbornEin gutes, gesundes und gesegnetes neues Jahr 2024 wünschte Bürgermeister Michael Dreier (hier mit seiner Frau Beate) am Sonntagabend seinen 220 Gästen beim Neujahrsempfang der Stadt Paderborn im Historischen Rathaus. Unter ihnen befand sich auch der Festredner des Abends, Prof. Dr. Gunther Olesch (hier mit seiner Frau Martina), der unter anderem 20 Jahre Geschäftsführer des Unternehmens Phoenix Contact war und nun als selbstständiger Consultant, Beirat und Key-Speaker tätig ist.

Sonntag, 07. Januar 2024 | Stadt Paderborn - Ein gutes, gesundes und gesegnetes neues Jahr 2024 wünschte Bürgermeister Michael Dreier am Sonntagabend seinen 220 Gästen beim Neujahrsempfang der Stadt Paderborn im Historischen Rathaus. Unter ihnen befand sich auch der Festredner des Abends, Prof. Dr. Gunther Olesch, der unter anderem 20 Jahre Geschäftsführer des Unternehmens Phoenix Contact war und nun als selbstständiger Consultant, Beirat und Key-Speaker tätig ist.

Zunächst blickte jedoch der Bürgermeister in einer kurzen Ansprache auf 2023 zurück. „Das vergangene Jahr hat uns wieder einmal vor große Herausforderungen gestellt, die uns auch in diesem Jahr noch beschäftigen werden“, sagte Dreier. Paderborn mit seinen vielfältigen Talenten sei und bleibe eine lebens- und liebenswerte Stadt, die sich weiterhin sehr positiv entwickele. Mittlerweile hat Paderborn erstmalig mehr als 158.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Paderborn sei eine weltoffen aufgestellte Stadt und bodenständig. Es gelte, die Menschen bei der Gestaltung der Stadt mit einzubinden.

Anschließend ging der Bürgermeister auf die aktuelle Hochwasserlage in Paderborn ein und dankte allen, die im Kampf gegen das Hochwasser im Einsatz waren und sind. Dabei nannte er beispielhaft die Paderborner Feuerwehr, die DLRG und das Technische Hilfswerk. „Das Ehrenamt ist die tragende Säule der Gesellschaft“, machte Michael Dreier an diesem Beispiel deutlich und verwies auf insgesamt mehr als 30.000 ehrenamtlich Tätige in der Stadt.

Die „Herausforderung Haushalt“ betreffend, betonte Dreier, dass es durch frühes, transparentes Eingreifen gelungen sei, die Handlungsfähigkeit der Stadt zu bewahren. Das Defizit von 114 Mio. Euro aus dem Jahr 2023 habe sich auf aktuell 56,7 Mio. Euro verringert. Wichtig: Es werde weiterhin in die Zukunft Paderborns investiert. "Wir wollen finanziell handlungsfähig bleiben", so der Bürgermeister.

Als große Bauprojekte des Jahres 2023 nannte Michael Dreier den Neubau des Hauptbahnhofs, die Fertigstellung der Brücke über die Bahnhofstraße, die Zentrale Omnibushaltestelle und die Fertigstellung der Michaelstraße. Zudem gebe es nun den Lesegarten an der Stadtbibliothek und die Open Library im Adam-und-Eva-Haus.

Michael Dreier informierte seine Gäste auch über die wirtschaftliche Lage in Paderborn. „Derzeit gibt es rund 99.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, davon 12.000 im Handwerk“, sagte er. Mehr als 100 Start-ups brächten mehr als 1.000 Arbeitsplätze in die Region.
An allen Paderborner Hochschulen seien rund 20.000 Studierende eingeschrieben.

„Ein Juwel in der Innenstadt, was Seinesgleichen sucht“, nannte Bürgermeister Dreier das Paderquellgebiet im Herzen der Stadt. „Mit dem Projekt „Stadt.Mensch.Fluss“ möchten wir dieses Juwel in den Vordergrund stellen und auf die zahlreichen Höhepunkte in seiner langen Geschichte hinweisen.“

Einen Überblick über die wichtigsten Sportereignisse gab Dreier ebenso wie über die bedeutenden Veranstaltungen im städtischen Kalender wie zum Beispiel Libori, die Expedition Wissenschaft und der Weihnachtsmarkt. Abschließend appellierte der Bürgermeister: „Lassen Sie uns weiterhin mit Freude und Optimismus alle gemeinsam – Verwaltung, Politik sowie Bürgerinnen und Bürger – die Herausforderungen angehen, die auf uns zukommen. Lassen Sie uns weiterhin mit Mut und Zuversicht die vielen Themen angehen und die Zukunft unserer liebenswerten Stadt positiv gestalten.“

"Mut zur Zukunft" hatte Prof. Dr. Gunther Olesch seinen Vortrag genannt. Und diese Botschaft vermittelte der ehemalige Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co. KG auf eindrucksvolle Weise. Alles höre sich derzeit in Deutschland recht pessimistisch an. Sprichwörtlich gipfele das in der "German Angst". Warum werde Negatives mehr wahrgenommen als positives und sind wir wirklich so schlecht, fragte er. Mit Beispielen machte er deutlich, dass es hier durchaus mehr Grund zum Optimismus als zum Pessimismus gibt. Deutschland sei die viergrößte Wirtschaftsmacht und das als relativ kleines Land. "Wir sind weltweit führend im Maschinenbau und bei der Herstellung von Autos mit hoher Qualität", so Olesch. Auch beim Export pro Kopf, bei Innovationen sowie bei der Attraktivität für Investitionen belege Deutschland Spitzenplätze. Und einer BBC-Umfrage nach sei unser Land das beliebteste Land der Welt, so der Redner. Zusammenfassend stellte er fest: Wenn Zuversicht vor Angst, Lösungsorientierung vor Problemorientierung sowie Chancenwahrnehmung vor Risikowahrnehmung herrsche, dann stärke dieses Herangehen den Mut zur Zukunft.

Prof. Dr. Gunther Olesch trug sich nach seiner Rede ins Goldene Buch der Stadt Paderborn ein. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von den Saxaholics.

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Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing