Liborius zieht in die Domkrippe ein
Pressemeldung der Liborius-Gesellschaft Paderborn
Freitag, 21. November 2025 | Stadt Paderborn - Wie die Liborius-Gesellschaft Paderborn berichtet, erhält die berühmte und sehr beliebte Krippe des Hohen Domes zum diesjährigen Weihnachtsfest einen ganz bedeutenden Zuwachs: Der hl. Liborius kommt in die Krippe! Dompropst und Generalvikar haben dem Geschäftsführer der Liborius-Gesellschaft Paderborn, Prof. Dr. Volker de Vry, den Entwurf der Figur übertragen. Prof. de Vry leitet das große Forschungsprojekt des Erzbischöflichen Stuhls über den hl. Liborius und kennt die Liborius-Biographie wie kaum ein anderer.
Das wird für Paderborn ein ganz besonderes Ereignis: Kurz vor Weihnachten wird die Figur des hl. Liborius im Hohen Dom der Öffentlichkeit vorgestellt. Bislang war der Patron des Hohen Domes, des Erzbistums und der Stadt Paderborn noch nicht in der Krippe vertreten. Und so haben Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer als Vertreter des Metropolitankapitels und des Erzbistums Prof. de Vry, einem der besten Kenner des hl. Liborius, den Entwurf der Figur übertragen. Derzeit ist sie in Herzebrock-Clarholz bei dem Bildhauer Vielstädte in Arbeit.
Prof. de Vry berichtete jetzt von dem monatelangen Arbeitsprozess, der im November 2024 in der Werkstatt begann, um das Aussehen des hl. Liborius eingehend zu besprechen. Danach wurde ein Entwurf in Lehm hergestellt. Nach dem Arbeitsschritt wurden erneut Änderungen vorgenommen. De Vry leitet die langjährigen Forschungen des Erzbischöflichen Stuhls über den hl. Liborius. Über 500 mittelalterliche Handschriften vom 9. bis zum 15. Jh. sind in der Auswertung und die Ergebnisse sollen 2026, 10 Jahre vor dem großen Liborijubiläum, präsentiert werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben nun auch Einfluss auf das Aussehen des Liborius genommen.
Die Figur, die in diesen Tagen des Advents nach der Vorlage aus Lehm nun aus dem Holzblock herausgehauen wird, wird Liborius als sehr frommen, liebenswürdigen, und auch sehr asketischen, bescheidenen Bischof zeigen. Dabei ist die Schlichtheit und Liebenswürdigkeit, die seine einzigartige Würde ausmacht, in der Figur wiedergegeben. Er trägt nur ein weißes Gewand, aber mit leicht angedeuteten Purpurrändern, da dies bereits im 4. Jh. das Amt des Bischofs deutlich machte. Purpur war damals übrigens eine Art Lila, anders als man es heute als Orange etwa bei den Kardinälen kennt.
Prof. de Vry weist darauf hin, dass Liborius keine Mitra tragen wird, da dies damals noch nicht üblich war. „Er wird sehr asketische Züge im Gesicht mit einem leicht angedeuteten Bart haben und er hat auf dem Kopf eine leichte Tonsur“, so de Vry. „Aber er wird ein Kreuz an einer Halskette tragen, das war damals auch schon in Gebrauch, ebenso wie der Hirtenstab. Und er wird ein Evangelienbuch mit kleinen Steinen darauf tragen, schon bei seinen Exequien in der Manceller Bischofskirche wird von Heilungen von Gallen-, Blasen- und Nierensteinen berichtet.“
Jochen Körner, Chef der Ecclesia in Detmold, einem der Dekanate des Erzbistums Paderborn, hat die sehr wertvolle Figur finanziert als Beitrag zum kirchlich-caritativen Bereich. Die feierliche Übergabe der Figur wird kurz vor Weihnachten sein.
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