Stadt erhält 1,8 Millionen Euro für Schulhofsanierungen

Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling überreicht Förderbescheid an Bürgermeister Stefan-Oliver Strate

© Stadt PaderbornFür die Schulhofsanierung des Goerdeler Gymnasiums sowie der Stephanus Grundschule übergab die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, Anna Katharina Bölling (rechts), jetzt zwei Förderbescheide aus dem Förderprogramm Klimaanpassung.Kommunen.NRW an Bürgermeister Stefan-Oliver Strate (links).

Donnerstag, 08. Januar 2026 | Stadt Paderborn - Für die Schulhofsanierung des Goerdeler Gymnasiums sowie der Stephanus Grundschule übergab die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, Anna Katharina Bölling, jetzt zwei Förderbescheide aus dem Förderprogramm Klimaanpassung.Kommunen.NRW an Bürgermeister Stefan-Oliver Strate. Insgesamt bekommt die Stadt Paderborn Fördermittel in einer Höhe von bis zu rund 1,8 Millionen Euro. Davon entfallen bis zu 819.756,54 Euro auf die Schulhofsanierung der Stephanus Grundschule und bis zu 984.242,70 Euro auf die Schulhofsanierung des Goerdeler Gymnasiums. Damit erhält die Stadt Paderborn für beide Projekte eine Förderung von 80 Prozent der Gesamtkosten.

„Ich freue mich, dass wir mit Unterstützung der Fördermittel dieses Jahr zwei Schulhöfe zukunftsfähig und klimafreundlich gestalten können. Dafür und für die sehr gute und enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bei der Bezirksregierung möchte ich mich bedanken, aber auch bei unseren städtischen Mitarbeitenden, die mit großem Einsatz an den Projekten arbeiten“, sagte Bürgermeister Stefan-Oliver Strate. „Ich bin überzeugt davon, dass die Fördermittel hier bei uns genau an der richtigen Stelle eingesetzt werden“, erklärte Strate. Auch Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling zeigte sich überzeugt von den beiden Projekten. „Die Sanierung der zwei Schulhöfe an der Stephanus Grundschule und am Goerdeler Gymnasium ist ein Gewinn für die Schülerinnen und Schüler, für die Mitarbeitenden der Schulen und die umliegenden Wohngebiete. Die naturnahe Gestaltung macht die Spiel-, Sport- und Ruheflächen abwechslungsreicher und attraktiver. Zugleich wird durch die klimaangepasste Ausrichtung beispielsweise ein nachhaltiger Umgang mit Regenwasser und ein verbesserter Schutz vor den Folgen von Starkregen erzielt. Gerne fördert das Land NRW diese beiden Projekte“, sagt Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling.

Mit dem Förderprogramm Klimaanpassung.Kommunen.NRW möchte das Land Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen und die Etablierung eines klimaneutralen Europas unterstützen. Gefördert werden Maßnahmen, die städtische Infrastrukturen klimasicher gestalten und die lokale Widerstandsfähigkeit gegen Extremwettereignisse stärken. Dazu zählen unter anderem zum Beispiel Vorhaben zum Schutz vor Überhitzung, Dürre und Trockenheit sowie zur Schaffung von Verdunstungskühle. Außerdem gehören Vorhaben zur Verfolgung des Schwammstadt-Prinzips, zum Versickern, Verdunsten, Speichern, Zurückhalten und schadfreiem Ableiten von Niederschlagwasser,
Vorhaben zum Schutz vor klimawandelbedingten Naturgefahren sowie Extremwetterereignissen zu den geförderten Maßnahmen.

Im Falle der Schulhofsanierung des Goerdeler Gymnasiums bedeutet das konkret, dass die beiden Schulhofbereiche durch Grünflächen teilentsiegelt sowie das bisherige Pflaster durch neues Pflaster ersetzt werden. Hier kommt teilweise ein neu entwickelter Pflasterstein zum Einsatz, der durch den Aufbau mit Speichermöglichkeit innerhalb des Steins zu einer erhöhten Verdunstung auf den Flächen beiträgt. Die Calisthenicsanlage bekommt einen wasserdurchlässigen Fallschutz und unterhalb der Platanen im südlichen Bereich des Schulhofs werden Flächen in wassergebundener Decke angelegt. Das macht eine Versickerung des Regenwassers ohne Gefälle möglich und kommt den Bäumen zugute. Auch der Einsatz von Baumrigolen ist geplant, die Regenwasser sammeln und dieses gezielt den Bäumen zuführen. Ergänzt wird die Regenwasserspeicherung durch den Einbau einer Zisterne, aus der Regenwasser zur Bewässerung städtischer Grünflächen entnommen werden kann. Außerdem kann mit diesem Belag flexibel auf das Wurzelwachstum an der Oberfläche reagiert werden, um nur einige der Maßnahmen zu nennen.

An der Stephanus Grundschule wird der Schulhof grundlegend saniert. Versickerungsfähiges Pflaster und Rasengittersteine sollen dafür sorgen, dass auch stark frequentierte Bereiche zukünftig Regenwasser aufnehmen können. Neue klimaresistente Bäume sollen in der befestigten Fläche für Schatten sorgen und mit Rasengittersteinen umrandet werden, damit auch hier Wasser versickern kann. In Zukunft soll Regenwasser gezielt abgeleitet werden, um einerseits ein mögliches Hochwasser abzupuffern und andererseits Regenwasser zwischenzuspeichern, um es gezielt zur Bewässerung der Vegetation zu nutzen. Dafür ist auch hier die Installation einer Regenwasser-Zisterne geplant. Insgesamt wird der Schulhof durch die Fördermittel als integrativer Teil der Schule nicht nur funktional, sondern auch ökologisch und sozial aufgewertet.

Das Amt für Umweltschutz und Grünflächen möchte mit den Baumaßnahmen an beiden Schulen noch in diesem Jahr beginnen, damit diese im Herbst 2027 abgeschlossen werden können.

Stadt Paderborn

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing