Sportzentrum Maspernplatz wird nachhaltig saniert
Stadt bewirbt sich um Fördergelder für geplante Sanierung / Gespräch mit Initiatoren der Multifunktionshalle
Donnerstag, 15. Januar 2026 | Stadt Paderborn - Die Stadt Paderborn hat fristgerecht ihre Bewerbungsunterlagen für die Teilnahme am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ über das Förderportal des Bundes eingereicht. Für das lange geplante Projekt „Sanierung Sportzentrum Maspernplatz“, das in diesem Jahr starten soll, hofft sie auf eine Höchstfördersumme in Höhe von acht Millionen Euro, die im Erfolgsfall abrufbar wäre. Zuvor hatten sich Vertreter*innen der Stadt Paderborn erstmals mit den Initiatoren aus Sport und Wirtschaft getroffen, die den Bau einer Multifunktionshalle für rund 7.500 Zuschauer*innen in Paderborn realisieren möchten.
Bei dem Austausch über die grundsätzlichen Planungen ging es den städtischen Beteiligten einerseits darum, Unklarheiten in Bezug auf die abgeschlossene Machbarkeitsstudie zu beseitigen, die das Institut für Sportstättenberatung aus Bielefeld im September mit Blick auf eine neue Multifunktionshalle vorgelegt hatte. Andererseits machte das Team um Bürgermeister Stefan-Oliver Strate deutlich, dass es für die Stadt Paderborn nicht darum gehe, sich zwischen dem Erhalt des Sportzentrums Maspernplatz und dem Bau einer Multifunktionshalle entscheiden zu müssen.
„Dass wir am Interessensbekundungsverfahren für das Bundesprogramm teilnehmen und uns somit ein weiteres Mal für die Sanierung des Sportzentrums Maspernplatz ausgesprochen haben, bedeutet nicht, dass eine Multifunktionshalle in Paderborn keinen Platz hat“, erklärt Bürgermeister Stefan-Oliver Strate. Dass das Sportzentrum Maspernplatz saniert werde und somit erhalten bleibe, sei jedoch unumgänglich, denn es leiste einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Infrastruktur im Stadtgebiet. „Um diese wichtige Funktion auch künftig aufrecht zu erhalten und an die heutigen Anforderungen, insbesondere im Bereich Barrierefreiheit oder auch im Bereich der technischen und energetischen Ausstattung, anzupassen, ist eine umfangreiche Sanierung nach rund 45 Jahren Nutzungszeit alternativlos“, sagt Strate.
Die Initiatoren des Vereins „Paderborn überzeugt“ teilen diese Aussage: „Beide Projekte haben ihre Berechtigung“, sagt Vorsitzender Otto Drosihn. „Die Multifunktionshalle deckt ein Spektrum ab, das über die reine Sportnutzung hinausgehen wird, auch wenn letztere eine nicht unwesentliche Rolle spielen kann.“ Unter anderem vor dem Hintergrund der Haushaltslage der Stadt Paderborn seien in erster Linie private Investoren gefragt, den Bau der Multifunktionshalle zu finanzieren.
Dass das Sportzentrum auch zukünftig als zentrale Sportveranstaltungsstätte für verschiedenste sportliche Nutzungen fungieren wird, macht Sportdezernentin Sandra Jürgenhake deutlich: „Wir benötigen das Sportzentrum dringend für den Schul- und den Vereinssport. Außerdem finden darin Veranstaltungen wie das integrative Sportfest ,Together in Motion‘ oder das Weihnachtsschauturnen ihren Platz, für die die neue Arena zu groß wäre.“
Das vom Schulverwaltungs- und Sportamt erstellte und mit dem Gebäudemanagement Paderborn (GMP) abgestimmte Anforderungsprofil für eine Sanierung des Sportzentrums Maspernplatz ist seit längerem auch der Politik bekannt. Bereits am 2. Dezember 2021 fasste der Betriebsausschuss Gebäudemanagement einen Beschluss über den sofortigen Start der Planungen für eine umfassende Sanierung des Sportzentrums Maspernplatz. Die Kosten hierfür werden auf circa 30 Millionen Euro geschätzt. Davon werden rund 22,5 Millionen Euro als förderfähig eingestuft.
„Das Sportzentrum Maspernplatz ist längst an seine Grenzen geraten“, macht auch GMP-Betriebsleiter Sören Lühr noch einmal deutlich. „Es gibt hier einen Sanierungsstau und wenn wir den nicht auflösen, kann es sein, dass die Halle von heute auf morgen für den Schul- und Vereinssport geschlossen werden muss.“ Maßnahmen zum Brandschutz, eine Aktualisierung der Technik und der Sanitäranlagen seien unumgänglich.
Voraussichtlich im März wird sich entscheiden, ob die Stadt Paderborn bei der Vergabe der Fördergelder des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ berücksichtigt wird. Generell ist geplant, Mitte des Jahres mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen. Die politischen Gremien werden wie bisher über die weiteren Schritte informiert. Zuletzt hatte der Rat im Dezember vergangenen Jahres die Teilnahme am aktuellen Interessenbekundungsverfahren befürwortet.
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