GEMEINSAM GEGEN K.-o.-Tropfen
Gleichstellungsstelle klärt auf
Freitag, 13. Februar 2026 | Stadt Paderborn - Die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn hat eine Kampagne zur Aufklärung zum Thema K.-o.-Tropfen initiiert und macht seit 2024 immer wieder auf dieses wichtige Thema aufmerksam. Herzstück der Kampagne ist ein Informationsflyer, der gemeinsam mit den Gleichstellungsstellen im Kreis Paderborn und dem Gleichstellungsbüro der Universität Paderborn verbreitet wird, um für das Thema K.-o.-Tropfen zu sensibilisieren und Tipps für den Schutz gegen K.-o.-Tropfen zu geben. Im Flyer enthalten sind Getränkeabdeckungen, die einen gewissen Schutz gegen die gefährlichen Substanzen bieten, die vor allem – aber nicht nur! – Mädchen und jungen Frauen heimlich ins Getränk geträufelt werden.
„Immer wieder wird uns berichtet, dass insbesondere junge Frauen, aber auch junge Männer, Opfer von K.-o.-Tropfen werden. Die Betroffenen werden durch die Verabreichung von K.-o.-Tropfen in eine wehrlose Lage gebracht und in manchen Fällen von den Tätern missbraucht oder beraubt“, berichtet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Paderborn, Dagmar Drüke. „Erschreckend ist, dass fast alle, mit denen wir sprechen, Betroffene im persönlichen Umfeld kennen.“ Das Fazit der Gleichstellungsbeauftragten: „Es ist wichtig, immer wieder auf die Gefahren, die durch K.-o.-Tropfen drohen, aufmerksam zu machen und zur Vorsicht aufzurufen.“
Mithilfe von Plakaten, Cityscreens, der Homepage der städtischen Gleichstellungsstelle und den sozialen Medien wird die Botschaft verbreitet: „Schütz dich vor K.-o.-Tropfen“. Die Kampagne wird auch zu Karneval fortgesetzt, zum richtigen Zeitpunkt, so Drüke: „Karneval ist eine gute Gelegenheit, auf die Problematik aufmerksam zu machen und gerade jungen Menschen in Erinnerung zu rufen, dass sie auf sich und ihre Freund*innen Acht geben sollten.“
„Wir haben“, so Drüke, „mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Paderborn, der Universität Paderborn und den Expertinnen vom Arbeitskreis ‚Gewalt gegen Frauen‘ wichtige Kooperationspartnerinnen an unserer Seite, die gemeinsam mit uns die dringend notwendige Aufklärungsarbeit im Kampf gegen K.-o.-Tropfen leisten.“
Das Team der städtischen Gleichstellungsstelle hat nun zu Weiberfastnacht vor dem Historischen Rathaus wieder Info-Flyer samt Getränkeabdeckung an Feiernde ausgegeben und Aufklärungsarbeit geleistet. Dabei ging es um Fragen, wie: Was sind eigentlich K.-o.-Tropfen? Wie wirken sie? Und: Wie kann ich mich gegen sie schützen?
Verantwortung für eine Tat tragen natürlich niemals die Betroffenen, sondern immer die Täter, betont das Team der Gleichstellungsstellen. Mit der Präventionsarbeit solle zudem darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Verabreichung von K.-o.-Tropfen eine Straftat darstelle. Gleichzeitig sollten Betroffene ermutigt werden, für sich einzustehen und Anzeige zu erstatten, denn nur so könne kriminelles Handeln gestoppt werden.
Drüke erklärt, dass die mit den Flyern verteilten Getränkeschutzdeckel zwar einen zusätzlichen Schutz bieten könnten, jedoch keine absolute Sicherheit garantierten. K.-o.-Tropfen könnten zudem auch durch sogenanntes „Needle Spiking“ mittels Spritzen, in Speisen oder als vermeintlich harmloses Medikament verabreicht werden. Der beste Schutz sei daher Vorsicht.
Weitere Informationen zum Thema K.-o.-Tropfen sind unter www.paderborn.de/gleichstellungsstelle zu finden.
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