Eine tiefe Verbindung, geprägt von langer Tradition

Bürgermeister Stefan-Oliver Strate empfing Vertreter der Panzerbrigade 45 sowie des Panzerbataillons 203

© Stadt PaderbornBrigadegeneral Christoph Huber (links) zusammen mit Bürgermeister Stefan-Oliver Strate während des gemeinsamen Austausches im Rathaus.

Freitag, 27. Februar 2026 | Stadt Paderborn - „Ich bin zutiefst dankbar für die enge Beziehung unserer Stadtgesellschaft zur Bundeswehr“, hieß Bürgermeister Stefan-Oliver Strate Vertreter der Panzerbrigade 45, darunter Brigadegeneral Christoph Huber, sowie Vertreter des Panzerbataillons 203 im Historischen Rathaus willkommen. „Diese Beziehung hat für uns eine lange Tradition und ist von großer Bedeutung. Insbesondere zum Panzerbataillon 203 besteht durch die Patenschaft eine starke Verbindung“, fügte Strate hinzu. Der Bürgermeister hatte die Vertreter der Brigade sowie die des Bataillons am Montagabend zu einem gemeinsamen Austausch nach Paderborn eingeladen.

Seit 2011 besteht die Partnerschaft Paderborns mit dem Panzerbataillon 203 aus Augustdorf auf Grundlage eines entsprechenden Ratsbeschlusses. Das Bataillon durfte Anfang des Jahres eine große Veränderung erfahren - seit dem 29. Januar 2026 ist es der Panzerbrigade 45 „Litauen“ unterstellt. Die Stationierung markiert ein historisches Vorhaben für die Bundeswehr, denn erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg wird ein deutscher Brigadeverband dauerhaft im Ausland stationiert. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Fortführung der engen und vertrauensvoll gepflegten Patenschaft zwischen der Stadt Paderborn und dem Panzerbataillon 203 ein deutliches Signal und Zeichen der Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Zivilgesellschaft ist.

„Wir bedanken uns für Ihre Einladung und freuen uns über die freundliche Aufnahme“, betonte Brigadegeneral Christoph Huber, Kommandeur der Panzerbrigade 45 in Vilnius in Litauen. Neben dem Austausch und dem Kennenlernen der Vertreter der Panzerbrigade 45, stellte der Bürgermeister seinen Gästen Paderborn in einer Präsentation vor.

Dabei ging es um viele aktuelle Themen rund um die Stadtentwicklung, Zivilsicherheit und neue Zukunftsaussichten. Vorgestellt wurden einige Zukunftsprojekte in der Stadt, wie unter anderem das neue Stadthaus und der Start-up Campus OWL. Auch die enge Verbundenheit der Stadtgesellschaft mit dem Sport wurden hervorgehoben. Unter anderem mit dem traditionsreichen Paderborner Osterlauf, einem der ältesten und größten Straßenläufe Deutschland, sowie dem Zweitligisten SC Paderborn 07. Darüber hinaus warfen die Anwesenden einen genaueren Blick auf die Chancen und Perspektiven des Standorts Paderborn. Sie tauschten sich über die Standortqualität und die Bildungsmöglichkeiten aus. Mit einer Studierendenzahl von 18.500 ist die Universität Paderborn insbesondere im Mathe-, Informations-, naturwissenschaftlichen- und technischen Bereich gut aufgestellt.

Im Dialog hob Bürgermeister Strate auch die Bedeutung der zivil-militärischen Kooperation hervor. Dabei gehe es nicht nur um die Fachkräftegewinnung, ob für die Bundeswehr oder durch ausscheidende, gut qualifizierte Soldatinnen und Soldaten, sondern auch um wirtschaftliche Kooperationen. Mit starkem Mittelstand, Start-Ups und hohem Innovationsgrad und -drang der heimischen Wirtschaft sowie der bestehenden Infrastruktur ist nicht nur im Bereich der derzeitigen Bau- und Beschaffungsaktivitäten ein hohes Potential, sondern auch im Bereich der „Dual-Use-Güter“ denkbar.

Weiteres Augenmerk galt auch dem Potential der Konversationsflächen und somit den städtebaulichen Entwicklungspotenzialen ehemaliger Militärflächen. Dabei ging es um das Zukunftsquartier mit seinen vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt. Das ehemalige Kasernengelände ist eine einzigartige städtebauliche Chance für Paderborn: Hier solle in den kommenden Jahren Wohnraum für 5.000 bis 7.000 Menschen entstehen, erklärte Bürgermeister Strate. Auch die ehemalige Alanbrooke-Kaserne wird für zivile Nachnutzung entwickelt. Derzeit entstehe vor Ort ein „Kreativquartier“ mit einer gemischten Bebauung von Wohnhäusern.

Abschließend hob Stefan-Oliver Strate die Verbundenheit hervor und betonte, dass auch künftig beide Seiten vom gegenseitigen Dialog profitieren würden. Christoph Huber dankte dem Bürgermeister für die Näherbringung und anschauliche Vorstellung der Stadt sowie für den Empfang des Bataillons. Als größte Partnerstadt des Bataillons komme Paderborn eine besondere Bedeutung zu.

Stadt Paderborn

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