Bevölkerungszahl geht im Jahr 2025 erneut zurück

Auch in Statistik der Stadt Paderborn ist bundesweiter Trend spürbar

© Stadt PaderbornZum vierten Mal nach 2022 weist die natürliche Bevölkerungsentwicklung für Paderborn ein negatives Ergebnis auf.

Montag, 02. März 2026 | Stadt Paderborn - Im Jahr 2025 ist die Bevölkerungszahl der Stadt Paderborn um 514 Personen oder -0,3 % zurückgegangen. Damit ist die Bevölkerungsentwicklung nach 2024 (-191 Personen), zum zweiten Mal nacheinander rückläufig. Die Bevölkerungszahl liegt jetzt bei 157.263 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Marke von 157.000 Personen wurde erstmals am 1. Juli 2023 überschritten. Paderborn liegt damit im bundesweiten Trend: in ganz Deutschland (ca. -100.000 Personen) und auch in Nordrhein-Westfalen (ca. -30.000 Personen) ist die Bevölkerungsentwicklung in 2025 rückläufig.

Zum vierten Mal nach 2022 weist die natürliche Bevölkerungsentwicklung ein negatives Ergebnis auf. Das ist für viele deutsche Großstädte der Normalfall - Paderborn war bis 2021 eine der wenigen Ausnahmen. Dabei ist die Geburtenzahl mit 1.297 Babys nochmals deutlich niedriger als im Vorjahr (2024: 1.422) und liegt damit auch zum ersten Mal seit 1985 wieder unter 1.300 Neugeborenen Die Zahl der Sterbefälle hat mit 1.471 (Vorjahr: 1.433) den zweithöchsten Stand erreicht. Vor allem das erste Quartal 2025 (443 Todesfälle) weist eine ungewöhnlich hohe Zahl an Sterbefällen auf. Aus Geburten und Sterbefällen ergibt sich ein natürlicher Saldo von -174 Personen (2024: -11, 2023: -73).

Die sogenannten Wanderungen bewegten sich auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und trugen ebenfalls zum Bevölkerungsrückgang bei. Dabei lag die Zahl der 8.275 Zuzüge (2023: 9.284) noch einmal unter dem Vorjahresergebnis; erstmals nach drei Jahren gab es weniger als 9.000 Zuzüge. Die Fortzugszahl war mit 8.331 Personen die niedrigste in den vergangenen vier Jahren (2024: 9.031). Durch Korrekturen und Nachmeldungen gingen im Saldo weitere 284 Personen verloren. Zusammen ergibt sich damit ein Wanderungsverlust von -340 Personen (2024: -180, 2023: +1.172).

Trotz vieler Krisenherde weltweit gibt es zurzeit keine allzu starken Fluchtbewegungen ausländischer Personen nach Deutschland. Das wirkt sich auch in Paderborn aus. Insgesamt leben hier zurzeit 23.664 Personen ohne deutschen Pass. Das sind 229 oder 1,0 % weniger als am Jahresende 2024. Der Anteil der Ausländer*innen an der Bevölkerung beträgt unverändert 15,1 %. Weiter gestiegen ist die Zahl der Mitbürger*innen aus der Ukraine um 167 auf jetzt 3.095 Personen. Und auch aus Indien (+139, jetzt 1.117) und aus Pakistan (+78, jetzt 451) sind 2025 viele Menschen neu nach Paderborn gekommen. Am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der syrischen Mitbürger*innen (-114, jetzt 2.369) Personen), der Menschen aus der russischen Föderation (-103, jetzt 652) und aus China (-89, jetzt 675).

Stark zugenommen hat die Zahl der Einbürgerungen. Mit 1.091 eingebürgerten Personen in 2025 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Der bisherige Höchstwert mit genau 900 Personen stammt aus dem Jahr 2000, kurz nach der Reform des Ausländerrechts. Bereits in 2024 hatte es mit mehr als 800 Einbürgerungen den bis dahin zweithöchsten Wert gegeben.

27.084 Personen besitzen die deutsche und eine weitere Staatsangehörigkeit, das entspricht 17,2 %. Dazu zählen unter anderen 12.934 Spätaussiedler*innen. Damit leben in Paderborn insgesamt 50.784 Personen mit Migrationshintergrund, entsprechend 32,3 % der Gesamtbevölkerung.

Den einzigen Zuwachs unter den Stadtteilen hatte in 2025 Wewer (+15 Personen). Den stärksten Rückgang musste die Kernstadt verzeichnen (-281), vor Schloß Neuhaus (-145) und Marienloh (-42). Die weiteren Stadtteile verzeichneten geringe Abnahmen zwischen -3 und -17 Personen.

Wie bereits in 2024 entwickelten sich die Altersgruppen auch in 2025 wieder sehr unterschiedlich. Am stärksten zugenommen hat die Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen (+5,0 %). Hier wachsen momentan stärkere Jahrgänge der Boomer-Generation hinein und schwache Geburtsjahrgänge der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsgeneration heraus. Ebenfalls zugenommen haben die Altersgruppen der Jugendlichen von 10 bis 13 Jahren (+1,4 %). Alle anderen Altersgruppen sind mehr oder weniger stark geschrumpft. Deutlich zurückgegangen ist durch die letzten schwachen Geburtsjahrgänge die Zahl der Kinder unter drei Jahren (-4,5 %). Die Zahl der über 80-Jährigen ist ebenso geschrumpft (-3,7 %) wie die Zahl der Grundschulkinder (-3,1 %) und die der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren (-1,6 %). Alle anderen Altersgruppen entwickelten sich nur geringfügig zurück.

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