„Schulter an Schulter miteinander“
Christlich-jüdischer Dialog im Rathaus
Montag, 16. März 2026 | Stadt Paderborn - Am Sonntagnachmittag fand im Historischen Rathaus eine örtliche Feierstunde statt. Unter dem diesjährigen Jahresthema „Schulter an Schulter miteinander“ hatte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam mit der Stadt Paderborn zu einem Austausch eingeladen. Beiträge von Monika Schrader-Bewermeier und Pater Elias H. Füllenbach gaben dabei Impulse zum Thema.
Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge von Schülerinnen und Schülern der Realschule Schloß Neuhaus, die im Rahmen ihres Kunst- und Religionsunterrichts eine eigene Interpretation des Jahresthemas präsentierten. Musikalisch begleitet und eröffnet wurde der Nachmittag von der Kölner Musikerin Ségolène de Beaufond auf der Violine.
Bürgermeister Stefan-Oliver Strate richtete zu Beginn der Veranstaltung das Wort an die Anwesenden. Dabei galt sein besonderer Dank der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Paderborn, die „seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag für den Dialog zwischen Religionen, für gegenseitiges Verständnis und für ein respektvolles Miteinander“ für die Stadtgesellschaft in Paderborn leistet.
„Gerade jetzt“, angesichts „gesellschaftlicher Spannungen, zunehmender Polarisierung und wieder sichtbarer antisemitischer Vorfälle“, brauche es umso mehr Menschen, die bereit sind, aufeinander zuzugehen, zuzuhören und füreinander einzustehen, so Strate.
Monika Schrader-Bewermeier, katholische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung des Themas für junge Menschen. Dabei teilte sie einige Gedanken zum Jahresthema und hielt fest, dass die wichtigste und bleibende Aufgabe der Dialog zwischen den Religionen sei: „Eine Aufgabe, die uns alle fordert, aber auch eine, die Freude macht“, erklärte sie. Zusätzlich merkte sie an, dass Medien, insbesondere die sozialen Netzwerke, wenig zu einem positiven Miteinander beitragen und dass „Schulter an Schulter gemeinsam“ nicht auf Distanz möglich ist, sondern nur im direkten, persönlichen Miteinander, wozu sie die die Zuhörenden ermutigte mitzuwirken.
Anschließend daran ergriff Pater Elias H. Füllenbach, Vorstandsmitglied im Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das Wort. Er berichtete von zunehmenden Antisemitismus gegenüber der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Er pflichtete dazu bei, zwischen den Religionen und Völkern das Gemeinsame zu suchen und dass der Christlich-Jüdische Dialog damit nicht nur ein Ideal bleibe.
Zum Abschluss des gemeinsamen Nachmittags präsentierten einige Schülerinnen und Schüler der Realschule Schloß Neuhaus ihre Arbeit zum Jahresthema, wobei der Film „Nicht ohne uns!“ die Grundlage bildete. In kurzen Vorträgen stellten die Jugendlichen einzelne Lebensgeschichten vor und präsentierten dazu ihre im Kunstunterricht entstandenen, gerahmten Zeichnungen zu den jeweiligen Kindern.
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