Ein Tag, der sich tief in das Gedächtnis Paderborns eingebrannt hat

Erinnerung an den verheerenden Bombenangriff vor 81 Jahren

© Stadt PaderbornLegten Kränze im Gedenken an den verheerenden Bombenangriff vor 81 Jahren nieder: Bürgermeister Stefan-Oliver Strate (knieend) sowie (v. l.) Major Neels Kienitz Jannermann, Kommandeur der 4. Kompanie des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf, sowie Colonel Tom Jefford und der Verbindungsoffizier Graham Barnett von der britischen Armee.

Dienstag, 31. März 2026 | Stadt Paderborn - Am 27. März 1945 verloren während eines verheerenden Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg auf Paderborn über 300 Menschen ihr Leben. Die Bombardierung zerstörte beinahe die gesamte historische Architektur Paderborns. Große Teile der Stadt gingen in Flammen auf und ließen nichts übrig als Schutt und Asche. An dieses schreckliche Ereignis erinnerte Freitagabend eine Gedenkveranstaltung mit anschließender Kranzniederlegung am Mahnmal am Busdorfwall.

„Die Bombardierung Paderborns steht nicht isoliert, sondern ist eingebettet in den historischen Kontext eines Krieges, der keine Grenzen kannte, der unvorstellbares Leid brachte und der am Ende auch die eigene Bevölkerung mit voller Wucht traf“, betonte Bürgermeister Stefan-Oliver Strate in seinem Grußwort. „Gerade deshalb ist das Gedenken heute mehr als ein Blick zurück. Es ist eine Mahnung“, fuhr der Bürgermeister fort. „Eine Mahnung, die Verantwortung der Geschichte anzunehmen – ohne zu relativieren, ohne zu vergessen.“ Mit Blick auf die derzeitige weltpolitische Situation appellierte er: „Frieden ist kein Zustand, der selbstverständlich ist. Frieden muss geschützt werden.“ Zudem untermauerte er, dass das Gedenken an die Opfer von damals eine Verpflichtung mit sich bringe. „Das Gedenken verpflichtet uns dazu, alles dafür zu tun, dass sich solche Katastrophen nicht wiederholen“, so Strate.

In diesem Jahr gestalteten Schüler*innen der Friedrich-Spee-Gesamtschule gemeinsam mit ihrem Lehrer Georg Blum die Gedenkfeier. Mit einer inspirierenden Darstellung darüber, was der Engel, der über dem Mahnmal thront, erzählen und weitergeben könnte, leisteten sie einen Beitrag gegen das Vergessen und riefen ins Bewusstsein, dass Frieden nicht selbstverständlich ist.

Im Anschluss an die Beiträge, für die sich Stefan-Oliver Strate herzlich bedankte, legten neben dem Paderborner Bürgermeister auch Major Neels Kienitz Jannermann, Kommandeur der 4. Kompanie des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf, sowie Colonel Tom Jefford und der Verbindungsoffizier Graham Barnett von der britischen Armee einen Kranz am Mahnmal nieder. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkveranstaltung vom Blechbläserensemble der Städtischen Musikschule Paderborn, dem der Bürgermeister ebenso seinen Dank aussprach wie den beiden städtischen Kranzträgern Tim Bien und Nelson Koliesko.

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