Tag der Biotonne: ASP wirbt für saubere Bioabfälle

Kontrollen zeigen Wirkung – Störstoffe bleiben Herausforderung

© ASPDas Foto vom Abladen des Biomülls aus dem Abfallentsorgungsfahrzeug zeigen deutlich, dass nicht nur „Bioabfall“ in den Paderborner Biotonnen entsorgt wird.

Donnerstag, 21. Mai 2026 | Stadt Paderborn - Am 26. Mai ist deutschlandweiter Tag der Biotonne. Der Aktionstag macht seit 2023 darauf aufmerksam, welchen Beitrag getrennt gesammelte Bioabfälle für Ressourcen- und Klimaschutz leisten können. Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) nutzt den Tag, um eine positive Zwischenbilanz zu ziehen und zugleich für weitere Verbesserungen bei der Bioabfallqualität zu werben.

Bioabfall ist ein wichtiger Rohstoff der Kreislaufwirtschaft. Aus Küchen- und Gartenabfällen entstehen Kompost und Energie in Form von Biogas. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Biotonne richtig genutzt wird. Störstoffe wie Plastik, Glas, Metall, Verpackungen oder sogenannte kompostierbare Kunststoffbeutel erschweren die Verwertung und können dazu führen, dass Mikroplastik in den Kompost und damit in die Umwelt gelangt.

„Die Biotonne ist deutlich mehr als ein zusätzlicher Abfallbehälter. Sie ist ein zentraler Baustein für funktionierende Kreislaufwirtschaft vor Ort“, sagt Jonathan Geldmacher, Kreislaufwirtschaftsberater beim ASP. „Damit aus Bioabfall hochwertiger Kompost werden kann, brauchen wir möglichst saubere Bioabfälle. Genau hier setzen unsere Kontrollen und unsere Beratung an.“

Seit 2021 ist Paderborn Teil der Umweltkampagne #wirfuerbio. Auch 2025 hat der ASP die Biotonnen im Stadtgebiet intensiv kontrolliert. An 123 Einsatztagen wurden insgesamt 38.922 Biotonnen überprüft. In 34.574 Fällen gab es keinerlei Beanstandungen. Das entspricht rund 89 Prozent. 706 Tonnen erhielten eine gelbe Karte, 3.642 Tonnen mussten mit einem roten Hänger gekennzeichnet werden.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der roten Kennzeichnungen deutlich gesunken. 2024 waren noch 4.689 rote Karten vergeben worden. Für den ASP ist das ein klares Signal, dass kontinuierliche Kontrollen und begleitende Aufklärungsarbeit greifen. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass weitere Sensibilisierung notwendig bleibt.

Hintergrund ist auch die seit Mai 2025 geltende verschärfte Bioabfallverordnung. Werden zu viele Fremdstoffe im Bioabfall festgestellt, können weiterverarbeitende Betriebe verunreinigte Anlieferungen zurückweisen. Diese müssten dann als Restabfall entsorgt werden – mit deutlich höheren Kosten.
Falsch befüllte Biotonnen werden im Stadtgebiet mit einer roten Karte versehen und nicht geleert. Die Nutzer*innen können Störstoffe aussortieren und die Tonne zur nächsten regulären Leerung bereitstellen. Alternativ ist über das ASP-Service-Center eine kostenpflichtige Nachleerung als Restabfall möglich.

Für 2026 will der ASP die Maßnahmen weiterentwickeln. Neben der konsequenteren Nachverfolgung wiederholter Fehlbefüllungen soll vor allem der persönliche Kontakt zu den Nutzer*innen ausgebaut werden.

„Unser Ziel ist nicht die Sanktion, sondern die Qualitätsverbesserung“, betont Geldmacher. „Wer Bioabfälle richtig trennt, leistet einen direkten Beitrag zum Ressourcenschutz und hilft zugleich, unnötige Zusatzkosten zu vermeiden.“

Weitere Informationen zur richtigen Nutzung der Biotonne gibt es beim ASP-Service-Center und bei der Abfallberatung unter 05251 / 88-1 17 00 sowie auf www.asp-paderborn.de.

Stadt Paderborn

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing