Das Siegel ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Auftrag

Offizieller Empfang anlässlich des Erhalts des Europäischen Kulturerbe-Siegels im Rathaus

© Stadt PaderbornPräsentierten das Europäische Kulturerbe-Siegel (EKS) während der Feierstunde im Rathaus: (v. l.) Programmleiterin Brigitte Zacharias, die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke, Bürgermeister Stefan-Oliver Strate, Universitätspräsident Prof. Dr. Matthias Bauer, Dr. Frank Becker (Mitglieder des Vereins der „Freunde der Pader“), Programmassistentin Ludmila Ngoma, Bernd Hüttemann (Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland) sowie Programmleiter Dr. Michael Ströhmer.

Freitag, 29. Mai 2026 | Stadt Paderborn - „Wir waren im Herzen von Europa und durften das Europäische Kulturerbe-Siegel entgegennehmen. Anlässlich dieser einmaligen Auszeichnung ist es mir eine große Freude und Ehre, Sie heute hier im Rathaus begrüßen zu dürfen“, eröffnete Bürgermeister Stefan-Oliver Strate jüngst die offizielle Feierstunde zum Erhalt des Siegels im großen Saal des Rathauses. Rund 150 Gäste, darunter Repräsentanten der Politik und der Kirche, Bewerbungsbeteiligte und interessierte Bürgerinnen und Bürger, nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen und zu vernetzen. „Die Pader, Namensgeberin unserer Stadt, ist ein lebendiger Ort, der das alltägliche Leben in der Innenstadt prägt. Das erhaltene Siegel ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Auftrag an uns das Zusammenspiel von Stadt, Mensch und Fluss zu schützen und weiterzuentwickeln“, unterstrich Strate. Zum Abschluss seiner Rede dankte der Bürgermeister allen Projektverantwortlichen für ihre unermüdliche Arbeit auf dem Weg bis zum Siegel.

Nach der Ansprache des Bürgermeisters richteten auch Bernd Hüttemann, Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland, Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn, und Dr. Frank Becker, Mitglied des Vereins der Freunde der Pader, Grußworte an die Anwesenden. Der gebürtige Paderborner Hüttemann betonte in seiner Ansprache, dass das Siegel ein Hinweis darauf sein müsse, dass man nach vorne blicke, um die Pader weiter begehbar und erfahrbar zu machen. „Die Pader stellt eine Quelle der Begegnung mit demokratischer Verantwortung dar“, erklärte er mit Blick in die Zukunft.

Auch Universitätspräsident Bauer blickte mit seinen Worten auf die Identität, die die Pader für die Paderbornerinnen und Paderborner und ihre Gäste trägt. „Das Siegel mahnt uns auch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser. Darüber hinaus schafft dieser kleine Fluss eine eindrucksvolle Verbindung zwischen Natur- und Kulturerbe“, so Bauer. Er betonte, dass die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Paderborn und der Universität die Grundlage für die erfolgreiche Bewerbung um das Siegel gebildet habe.

Dr. Frank Becker, ehemaliger Leiter des Amts für Umweltschutz und Grünflächen und Mitglied des Vereins „Die Freunde der Pader“, sprach seine Worte an die Gäste aus Sicht der Pader. Darin blickte er auf die Renaturierung der Flusslandschaft und zeigte auf, in welcher Weise der Fluss auch in der Geschichte genutzt wurde. Zudem appellierte auch er daran, dass das Siegel eine Verpflichtung zum bedachten Umgang mit dem kürzesten Fluss Deutschlands darstelle.

Im Anschluss an die Grußworte folgte eine Podiumsdiskussion, an welcher Anne Kersting, ehemalige Paderborner Unternehmerin und Ehrenvorsitzende der Werbegemeinschaft, Dr. Alexandra Kurse, Fachberaterin während der Bewerbung um das Siegel, Rainer Steffens, Leiter der NRW-Landesvertretung in Brüssel, Wolfgang Safer, Paderborner Künstler, und Nils Münker aus dem Paderborner Stadtjugendrat teilnahmen. Dabei behandelten sie Anregungen zu der Frage, wie es nun nach dem Erhalt des Siegels weitergeht und welche Chancen dieses birgt. Des Weiteren diskutierten sie auch dazu, wie die Pader Natur, Kultur und Kunst verbindet und wortwörtlich Brücken schaffen kann.

Durch den Nachmittag führte der deutsche Hörfunkjournalist Ralph Sina, ehemaliger EU-Korrespondent in Brüssel. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch ein Schülerensemble einer achten Klasse des Gymnasiums Theodorianum gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Imke Röder. Abgerundet wurde der Nachmittag durch eine Pader-Führung mit den EKS-Programmleitern Brigitte Zacharias und Dr. Michael Ströhmer.

Stadt Paderborn

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