Solidarität und Rückhalt für den Einsatz

Paderborn veranstaltete zweiten Deutschen Veteranentag auf dem Rathausplatz

© Stadt PaderbornOberst a.D. Andreas Schmand von den Kurhessen Veteranen MMC, Bürgermeister Stefan-Oliver Strate, stv. Landrat Hans-Bernd Janzen und Hauptmann Tim Auge, 4. Kompanie PzBtl 203 Augustdorf hielten anlässlich des zweiten Deutschen Veteranentags am Samstag die Reden auf dem Rathausplatz (v.l.n.r.)

Mittwoch, 17. Juni 2026 | Stadt Paderborn - Anlässlich des zweiten Deutschen Veteranentages lud die Stadt Paderborn gemeinsam mit dem Kreis Paderborn und den Reservistenverbänden der Region am vergangenen Samstagvormittag auf den Rathausvorplatz in Paderborn ein. Zahlreiche Bürger*innen, die ein Zeichen der Wertschätzung, des Respekts und der Verbundenheit mit den Veteraninnen und Veteranen Deutschlands setzen wollten, kamen vorbei und informierten sich an den zahlreichen Infoständen. Mit dabei auch Manfred Liebig, Ehrenvorsitzender Reservistenkameradschaft Boke, der historische, selbstgebaute Modelle von Fahrzeugen aus der Geschichte der Bundeswehr präsentierte sowie die Kurhessen Veteranen MMC, als motorradfahrende Reservisten, die mit ihrer Teilnahme auf das Engagement der Reservistinnen und Reservisten aufmerksam machten.

Der Veteranentag ist ein Tag, der die Geschichten, Erfahrungen und Sichtweisen der Veteraninnen und Veteranen in den Mittelpunkt stellt. So lautete das gemeinsame Anliegen der Veranstaltung von Stadt und Kreis Paderborn. Ziel war es, die Bereitschaft der Soldatinnen und Soldaten zu würdigen, die ihre Gesundheit – und im Ernstfall ihr Leben – für die Sicherheit unseres Landes einsetzen und für mehr Solidarität und Rückhalt in der Bevölkerung für diesen besonderen Einsatz zu werben.

Bürgermeister Stefan-Oliver Strate machte in seiner Begrüßungsrede deutlich: „Der Veteranentag ist ein Tag des Dankes, des Respektes und der Anerkennung für die Menschen, die Verantwortung für unser Land und unseren Frieden übernommen haben oder bereit sind dies noch zu tun. Ihnen gebühren unser Dank und unsere Solidarität. In der heutigen Zeit ist Frieden nicht mehr selbstverständlich, er muss geschützt werden. Die Bundeswehr und die Reservistinnen und Reservisten spielen hier eine immer wichtigere Rolle“. Die Stadt Paderborn pflegt über das Patenbataillon 203 in Augustdorf eine enge Verbindung zur Bundeswehr und auch einige Schützenvereine im Kreis Paderborn unterhalten eine enge Partnerschaft zu den Soldatinnen und Soldaten des Standorts Augustdorf, ein gutes Beispiel für die Verbindung von Stadtgesellschaft und Veteraninnen und Veteranen.

„Dieser Tag macht sichtbar, was oftmals im Alltag nicht ausreichend wahrgenommen wird, den Dienst, den Einsatz und die Erfahrungen der Veteraninnen und Veteranen unserer Bundeswehr“, erklärte der stellvertretende Landrat des Kreises Paderborn, Hans-Bernd Janzen. „Gerade als Kreis tragen wir Verantwortung für den Bevölkerungsschutz und das Krisenmanagement. Die vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, wie wichtig verlässliche Strukturen, engagierte Einsatzkräfte und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten sind“, sagte Janzen weiter.

Im Anschluss berichtete Hauptmann Tim Auge von der 4. Kompanie Augustdorf, Panzerbataillon 203, von der Bedeutung des Veteranendienstes und der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber den Veteraninnen und Veteranen. Er machte deutlich, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist und die Verknüpfung von zivilem und militärischem Leben eine Partnerschaft ist, die von unschätzbarem Wert ist und besonders der Rückhalt aus der Heimat Soldatinnen und Soldaten viel Stärke für ihre Einsätze gibt. „Sicherheit entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern durch Zusammenhalt zwischen Bundeswehr und Gesellschaft und hier liefert der Veteranentag einen wertvollen Beitrag“, sagte Auge.

Abschließend sprach Oberst a. D. Andreas Schmand eine Gedenkformel für die im Einsatz gefallenen Soldatinnen und Soldaten. „Kameradschaft bedeutet die Erinnerung am Leben zu halten und Angehörigen Respekt und Mitgefühl entgegenzubringen“, erklärte Schmand. Er erinnerte aber nicht nur an die Gefallenen, sondern machte auch deutlich, dass es vielen Soldatinnen und Soldaten nach dem Einsatz aufgrund physischer oder psychischer Schäden oft schwer fällt ins normale Leben zurück zu finden und das hier der Rückhalt in der Bevölkerung und das Verständnis in der Gesellschaft für die Betroffenen und deren Angehörige wichtig ist.

Musikalisch begleitet wurde der zweite Deutsche Veteranentag in Paderborn von einem Bläser-Quintett des Bundesschützenmusikkorps Elsen. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte Gulaschsuppe aus „Markos Feldküche“ aus Hövelhof-Staumühle, die gegen eine Spende für das Bundeswehr Sozialwerk und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgegeben wurde. Es sind rund 700 Euro an Spenden zusammengekommen.

Stadt Paderborn

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