Kulturrucksack-Gruppe besucht „Faust 1+2+3“ im Theatertreff

Jugendliche erhalten Einblick in die Welt des Theaters

© Stadt PaderbornGemeinsam besuchte die Kulturrucksack-Gruppe die Inszenierung „Faust 1+2+3“ von Felix Krakau im Theatertreff.

Dienstag, 23. Juni 2026 | Stadt Paderborn - Im Rahmen des Kulturrucksack-Workshops „Mach kein Drama draus – oder bist du Shakespeare?“ erhielten die teilnehmenden Jugendlichen einen besonderen Einblick in die Welt des Theaters. Mitte Juni besuchten sie gemeinsam die Inszenierung „Faust 1+2+3“ von Felix Krakau im Theatertreff und konnten dabei erleben, wie die im Workshop erarbeiteten Inhalte auf der Bühne lebendig werden.

Der Workshop unter der Leitung des Theatervermittlers und ehemaligen Musicaldarstellers Markus Wegner vermittelt den jungen Theaterinteressierten am Theater Paderborn auf spielerische Weise die Grundlagen des Schauspiels. In verschiedenen Einheiten setzen sich die Teilnehmenden mit Schauspieltechniken, Stimmbildung, Improvisation, Bewegung sowie dem kreativen Einsatz von Requisiten und Kostümen auseinander. Darüber hinaus erhalten sie spannende Einblicke in die Entstehung einer Theaterproduktion und lernen die vielfältigen Arbeitsbereiche hinter den Kulissen kennen.

Der Besuch von „Faust 1+2+3“ bot den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre neu gewonnenen Kenntnisse unmittelbar in der Praxis wiederzuentdecken. Mit Tempo, Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie nähert sich Felix Krakaus Bearbeitung Goethes berühmtem Klassiker. Neben den bekannten Handlungssträngen aus Faust I greift die Inszenierung auch Motive aus Faust II auf und erweitert diese um einen eigens erdachten dritten Teil. Dabei hinterfragen die Figuren immer wieder die großen Themen und Erzählmuster des Originals und laden das Publikum ein, den Klassiker aus einer zeitgenössischen Perspektive neu zu betrachten.

Für die Teilnehmenden wurde der Theaterbesuch so zu einer spannenden Entdeckungsreise. Sie konnten beobachten, wie Schauspieler*innen mit Stimme, Körper und Bühnenpräsenz Figuren zum Leben erwecken und wie die verschiedenen Elemente einer Inszenierung zu einem stimmigen Ganzen zusammenwirken. Viele der im Workshop behandelten Themen – etwa Rollenarbeit, Ausdruckskraft und Bühnenwirkung – wurden auf der Bühne unmittelbar erfahrbar.

Besonders eindrücklich war für eine Teilnehmerin die Gestaltung der Kostüme: Sie zeigte sich beeindruckt davon, wie reduziert diese gehalten waren und dennoch eine starke Wirkung entfalteten. Eine Beobachtung, die sie mit besonderem Interesse machte, da sich die Workshopgruppe erst kurz zuvor im Rahmen einer Hausführung inkl. Besuch aller Gewerke mit der Bedeutung von Kostümen und deren Wirkung auf Figuren und Inszenierungen beschäftigt hatte.

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