PaderSprinter nimmt zwei Elektrobusse in Betrieb

Fahrzeuge mit neuester Zellchemie und Zellgeometrie

© Stadt PaderbornBevor die beiden neuen PaderSprinter-Busse durch die Stadt „stromern“, nahmen Markus Janewers (PaderSprinter), Dr. Martin Uhlendorf (NWL), Robert Siemensmeyer (stellvertretender Bürgermeister Paderborn) und Oliver Eikenberg (Geschäftsführer PaderSprinter) sie am Betriebshof des PaderSprinter in Empfang.

Mittwoch, 01. Juli 2026 | Stadt Paderborn - Der PaderSprinter schickt zwei neue, vollständig elektrisch betriebene Solobusse in den Liniendienst und nimmt damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft für den ÖPNV in der Stadt. Möglich ist dies auch durch den Erhalt von Fördermitteln.

„In den letzten Jahren hat der PaderSprinter Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebstechnologien im regulären Betriebsalltag getestet. Dazu gehörten bereits frühere Generationen batterieelektrischer Busse, die aber unter anderem hinsichtlich Reichweite, Verfügbarkeit und Betriebssicherheit nicht vollständig überzeugen konnten. Inzwischen haben sich sowohl die Batteriekapazität als auch die Zuverlässigkeit deutlich weiterentwickelt. Deshalb läuten wir für uns den Übergang in das Zeitalter rein batterieelektrischer Antriebe im Busbereich ein,” erklärt Markus Janewers, Leiter Alternative Antriebe und Zukunftsprojekte beim PaderSprinter.

Die beiden neuen Solobusse vom Typ eCitaro des Herstellers Mercedes-Benz haben die neueste Zellchemie und Zellgeometrie an Bord: Die Batterien bringen rund 10 Prozent mehr Energiekapazität auf als ihre Vorgänger, sind schnellladefähig und altern laut Herstellerzusage langsamer, als es bisher der Fall war. Obwohl diese Batterien erst im Laufe des weiteren Jahres in Serie gehen, wurden die ersten beiden damit ausgerüsteten Fahrzeuge bereits jetzt nach Paderborn ausgeliefert. Ihr Einsatz hier ist Teil der Kundenfelderprobung in Zusammenarbeit mit Daimler Buses GmbH. Damit liefert der PaderSprinter einmal mehr wichtige Erfahrungswerte für die Erprobung zukunftsweisender Technologien.

Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) förderte die Anschaffung von insgesamt 14 Elektrobussen und damit auch dieser beiden ersten Neuanschaffungen mit einer Summe von insgesamt knapp drei Millionen Euro.

„Der NWL ist Partner für den Nahverkehr in der Region und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verkehrswende in Westfalen-Lippe zu gestalten. Deshalb ist es für uns natürlich besonders gut zu sehen, dass Paderborn mit dieser ersten Teil-Lieferung der Elektrobusse ganz sichtbar und handfest in diese Richtung geht,” erklärt Dr. Martin Uhlendorf vom NWL.

Die beiden Neuen wurden auch von der Paderborner Politik auf dem Betriebshof des PaderSprinter in Empfang genommen. Robert Siemensmeyer, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, zeigte sich beeindruckt von der neuen Generation der Paderborner Stadtbusse: „Die Stadt Paderborn freut sich, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern mit dem PaderSprinter nicht nur einen in Angebot und Komfort ausgezeichneten ÖPNV anbieten kann, sondern darüber hinaus hier einen wichtigen Partner in Sachen Innovation, Zukunftstechnologie und Nachhaltigkeit hat. Wir bedanken uns für diese gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.”

Zusammen mit den beiden E-Bussen geht auch die passende erste Ladestation, bestehend aus zwei Ladepunkten mit Ladehauben, auf dem Betriebshof des PaderSprinter an den Start: Sobald die Busse darunter platziert werden, kann das Fahrpersonal mittels eines Tasters auf dem Armaturenbrett den auf dem Busdach aufgebauten Pantographen (Dachladearm) hochfahren und so den Ladevorgang starten.

Auch an anderen Stellen bringt diese neue Generation von Bussen verbesserte Ausstattungsdetails für Sicherheit und Komfort mit. Dazu gehören beispielweise zusätzliche Informationsbildschirme im Bus und eine große Fahrzielanzeige außen am Heck. Für eine bessere Erkennbarkeit von Abbiegevorgängen blinken jetzt alle Seitenmarkierungsleuchten mit.

„Der PaderSprinter steht seit Jahrzehnten in engem Austausch mit Forschung, Entwicklern und Herstellern von neuen Antriebtechnologien und hat schon seit langem die Segel in Richtung zunehmend nachhaltigem ÖPNV gesetzt. Auch vor dem Hintergrund der Clean Vehicles Directive (CVD) der EU und der Nachhaltigkeitsziele der Stadt Paderborn setzen wir in den kommenden Jahren mehr und mehr auf Elektromobilität als Antriebsart der Zukunft,” betont PaderSprinter-Geschäftsführer Oliver Eikenberg.

Im letzten Jahr überbrachte NRW-Minister Oliver Krischer einen weiteren Förderbescheid über 14 Millionen nach Paderborn. Diese Summe ist Zuschuss für die Errichtung von 54 Ladepunkten auf dem PaderSprinter-Gelände, sechs davon als Schnellladestationen, um Elektrobusse, die im Tagesverlauf zwischendurch einrücken, mit einer hohen Ladeleistung bis zu 300 kW eine größere Reichweite zu ermöglichen. Auch die entsprechende Stromversorgung durch eine eigens zum Betriebshof geführte Mittelspannungsanbindung ist Teil der Elektrifizierung des PaderSprinter.

Zurzeit steht beim PaderSprinter die Schulung der Mitarbeitenden für die Fahrten und die Ladung der eCitaro-Busse an, bevor diese Fahrzeuge dann ihren ersten Dienst im Linienfahrplan antreten.

Stadt Paderborn

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing