Friedrich Merz: Mit Zuversicht die Chancen für unser Land anpacken

Bundeskanzler mit Verspätung beim Libori-Mahl

© Stadt PaderbornIm großen Saal des Paderborner Rathauses hielt Bundeskanzler Friedrich Merz am Sonntagabend die Festrede beim Libori-Mahl, einer traditionellen Veranstaltung der Libori-Gilde.

Montag, 27. Juli 2026 | Stadt Paderborn - Das gab es beim traditionellen Libori-Mahl am Sonntagabend im Paderborner Rathaus auch noch nicht: Die westfälische Platte mit Wurst, Schinken und Paderborner Brot wurde den etwa 200 geladenen Gästen noch vor der Festrede des Bundeskanzlers Friedrich Merz gereicht. Der Grund war ein trauriger: Friedrich Merz hatte noch am Nachmittag in Berlin der Opfer des Anschlags beim Christopher Street Day gedacht und kam deshalb deutlich später.

In seiner Festrede ging der Bundeskanzler zu Beginn auch auf die Geschehnisse in Berlin ein. Gewalt beginne mit Intoleranz, Ausgrenzung und schlechten Witzen, sagte er. In seiner Rede zeigte sich Friedrich Merz sehr gut mit der Libori-Geschichte vertraut. Er lobte die älteste funktionierende Städtepartnerschaft zwischen Paderborn und Le Mans, die auf die Überführung der Gebeine des Heiligen Liborius aus Westfrankreich nach Paderborn zurückgeht. "Sie füllen diese Freundschaft mit Leben", so der Bundeskanzler, "dafür herzlichen Dank". In seiner Rede zur Zukunft Europas betonte er, dass eine Stärkung Europas notwendig sei. Er forderte eine Entschlossenheit für Europa, auch die NATO müsse europäischer werden, damit sie transatlantischer bleiben könne. Abschließend forderte er zu mehr Optimismus auf. Das Glas sei nicht halb leer, sondern halb voll. "Lassen Sie uns mit Zuversicht die Chancen unseres Landes anpacken", so Merz abschließend.

Gleich nach seiner Ankunft im Rathaus trug sich Bundeskanzler Friedrich Merz ins Goldene Buch der Stadt Paderborn ein. Beim Empfang im Trauzimmer des historischen Rathauses begrüßten Paderborns Bürgermeister Stefan-Oliver Strate, der Gildemeisters der Libori-Gilde, Prof. Dr. Johannes Beverungen sowie der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz den Gast aus Berlin.

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