Zweites Akteursgespräch zum Thema Wohnen

Bürgermeister holt lokale Akteure an einen Tisch

© Stadt PaderbornBereits zum zweiten Mal holte Bürgermeister Stefan-Oliver Strate (2.v.l.) jetzt Akteure aus der Wohnungswirtschaft zu einem gemeinsamen Gespräch über die zukünftige Entwicklung des Wohnraumbedarfs in Paderborn an den Tisch.

Dienstag, 28. Juli 2026 | Stadt Paderborn - Bereits zum zweiten Mal holte Bürgermeister Stefan-Oliver Strate jetzt Akteure aus der Wohnungswirtschaft zu einem gemeinsamen Gespräch über die zukünftige Entwicklung des Wohnraumbedarfs in Paderborn an den Tisch.

Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter von der VerbundVolksbank OWL, dem Haus- und Grundeigentümerverein Paderborn e.V., der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, dem Spar- und Bauverein, der ARGE Wohlfahrt vertreten durch die Diakonie Paderborn-Höxter, dem Bündnis Wohnen, dem Erzbischöflichen Generalvikariat, dem Mieterbund Ostwestfalen-Lippe und Umgebung e.V., der Universität Paderborn, dem Runden Tisch Armut vertreten durch KIM Soziale Arbeit e.V. und Mitarbeitende des Amtes für Liegenschaften und Wohnungswesen sowie dem Stadtplanungsamt.

Ziel des zweiten Akteursgesprächs war anhand der aktualisierten Empirica Wohnungsbedarfsprognose und den Ergebnissen des ersten Gesprächs nun konkrete Bedarfe und Handlungsfelder für Paderborn abzuleiten, die in das Handlungskonzept Wohnen einfließen sollen. „Mir ist es wichtig die Paderborner Akteure hier an den Tisch zu holen und gemeinsam zu schauen, wo bei uns in Paderborn die Handlungsfelder sind“, sagte Bürgermeister Stefan-Oliver Strate und lobte, dass alle Beteiligten daran mitgewirkt hätten, gemeinsame Lösungen im Sinne aller Bürgerinnen und Bürger zu finden. Dabei machte er deutlich, dass die Zielsetzung des Gesprächs zwar mittelfristig sei, er sich aber auch über die kurzfristigen Ideen und Maßnahmen, die man jetzt schon durch die Vernetzung der Akteure erreicht habe, freue.

Allein die Ergebnisse der Empirica Studie machen deutlich, dass Paderborn nicht mehr so stark wächst und auch in Paderborn immer mehr ältere Menschen leben. Da liegt es auf der Hand, dass der Bedarf an altersgerechten, barrierefreien Wohnungen in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. Gleichzeitig, das geht ebenfalls aus der Studie hervor, suchen weiterhin viele junge Familien nach Einfamilienhäusern. Es müssen also attraktive Angebote für ältere Menschen geschaffen werden, die sich verkleinern möchten und damit ihr Einfamilienhaus für junge Familien frei machen, darüber waren sich alle einig. Im besten Fall werden diese Ange-bote sogar noch nahe dem Wohnort geschaffen, so dass man im gewohnten Umfeld bleiben kann. Der Trend geht somit weg vom quantitativen hin zum qualitativen Wachstum. Das be-deutet, es muss in Zukunft verstärkt darum gehen, den Bestand an Wohnungen seniorenge-recht umzubauen, um so auch Wohnfläche für junge Familien bereit stellen zu können. Da sich in Paderborn viele Wohnungen in Privatbesitz befinden, rücken gute Beratungsmöglich-keiten bezüglich des barrierefreien Umbaus in den Fokus. Aber auch möglichst unbürokratische Lösungen bei dem Wohnungsumbau wurden gefordert, was zum Beispiel den nachträglichen Anbau von Aufzügen und Balkonen betrifft oder die Umnutzung ehemaliger Büro- oder Einzelhandelsflächen als Wohnraum.

Neben Senioren wurden auch weitere Gruppen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf gesehen, deren Belange man im Handlungskonzept Wohnen berücksichtigen sollte. Genannt wurden hier besonders Familien, Auszubildene, Studierende, besonders internationale Studierende, Menschen mit Behinderungen, die eventuell auch betreut werden müssen sowie Menschen mit geringem Einkommen.
Im Gespräch wurde deutlich, dass es nicht die „eine“ Maßnahme geben kann, sondern es wird vielmehr um die Addition von verschiedenen kleinen und großen Lösungen gehen, die jetzt in das Handlungskonzept Wohnen einfließen müssen.

Das Handlungskonzept Wohnen stellt eine Art Leitfaden für die Stadt Paderborn dar bezüglich der wohnungspolitischen Positionierung in den nächsten Jahren. Es formuliert strategische Ziele und Maßnahmen für die wohnungspolitische Entwicklung Paderborns. Erstellt wird das Papier nun im Stadtplanungsamt bevor es dann zunächst politisch beraten und beschlossen werden muss.

Stadt Paderborn

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing