Wenn die Biotonne ins Schwitzen kommt

Tipps für den Umgang mit Bioabfällen im Sommer

© Stadt PaderbornWenn die Biotonne ins Schwitzen kommt – Tipps für den Umgang mit Bioabfällen im Sommer

Donnerstag, 06. August 2026 | Stadt Paderborn - Anhaltend hohe Temperaturen und warme Sommernächte machen vielen Bürgerinnen und Bürgern zu schaffen. Gleichzeitig sorgt die Hitze auch in der Biotonne für beschleunigte Zersetzungsprozesse. Unangenehme Gerüche, Flüssigkeitsansammlungen und Maden können dadurch schneller entstehen. Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) gibt deshalb praktische Hinweise, wie sich Bioabfälle auch im Sommer möglichst sauber und hygienisch sammeln lassen.

„Bei hohen Temperaturen läuft der biologische Abbau in der Tonne auf Hochtouren“, erklärt Jan Grunau, Kreislaufwirtschaftsberater beim ASP. „Wichtig ist vor allem, Feuchtigkeit zu reduzieren, die Tonne möglichst kühl zu halten und Fliegen den Zugang zu erschweren. Schon einfache Maßnahmen können die Situation deutlich verbessern.“

Die Biotonne sollte nach Möglichkeit an einem schattigen und kühlen Standort stehen. Direkte Sonneneinstrahlung heizt den Behälter zusätzlich auf und beschleunigt die Zersetzung der Abfälle. Auch das Vorsortiergefäß in der Küche sollte bei hohen Temperaturen häufiger geleert und regelmäßig gereinigt werden. Geeignete Vorsortiergefäße, die sogenannten „Bio Boys“, können beim unter anderem beim ASP erworben werden. Passende Papiertüten sind ebenfalls beim ASP sowie im Handel erhältlich.

Feuchte Bioabfälle sollten vor dem Einfüllen möglichst gut abtropfen. Eine Lage geknülltes Zeitungspapier, unbeschichtete Papiertüten oder trockene Gartenabfälle am Boden der Tonne nehmen zusätzliche Flüssigkeit auf. Auch zwischen einzelne Schichten feuchter Abfälle lässt sich Papier legen. Rasenschnitt sollte vor dem Einfüllen antrocknen und locker eingefüllt werden. Stark verdichtet, kann er verkleben und bei der Leerung in der Tonne zurückbleiben.

Fleisch-, Fisch- und andere geruchsintensive Speisereste können in Zeitungspapier oder Papiertüten eingewickelt werden. Plastiktüten gehören dagegen nicht in die Biotonne – das gilt auch für sogenannte kompostierbare Kunststoffbeutel. Sie werden im Verwertungsprozess häufig nicht vollständig abgebaut, sind von herkömmlichen Kunststoffbeuteln kaum zu unterscheiden und müssen als Störstoffe aussortiert werden.

Nach der Leerung sollte die Biotonne bei Bedarf gereinigt und vollständig getrocknet werden. Dazu kann der Deckel kurzzeitig geöffnet bleiben. Anschließend sollte die Tonne wieder geschlossen bleiben, damit Fliegen keinen Zugang finden. Auch der Tonnenrand sollte möglichst sauber gehalten werden, da anhaftende Speisereste Insekten anziehen.

Der ASP kontrolliert weiterhin die korrekte Befüllung der Biotonnen im Paderborner Stadtgebiet. Steine, größere Mengen Erde, stark verdichteter Rasenschnitt oder große Mengen Fallobst können dazu führen, dass die Tonne zu schwer wird und nicht geleert werden kann.

Für saisonal größere Mengen an Gartenabfällen kann während der Vegetationsperiode eine kostenpflichtige Saisonbiotonne gebucht werden. Zusätzliche Gartenabfälle können außerdem an den beiden Recyclinghöfen des ASP abgegeben werden.

Weitere Informationen zur richtigen Abfalltrennung, zur Saisonbiotonne und zu den Recyclinghöfen gibt es beim ASP.

Stadt Paderborn

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