Tag des offenen Denkmals 2026

Am Sonntag, 13. September

© Deutsche Stiftung Denkmalschutz, BonnIn Paderborn verbinden die Akteure den Blick in die Vergangenheit mit einem Ausblick in die Zukunft. Experten informieren vor Ort über die Geschichte historischer Bauten und stellen aktuelle Pläne für die ausgewählten Baudenkmäler vor.

Donnerstag, 10. September 2026 | Stadt Paderborn - Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Paderborn und ihre Kooperationspartner präsentieren am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, ein vielseitiges Programm zur europaweit größten Kulturveranstaltung. Unter dem Jahresmotto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ laden spannende Führungen und Fachvorträge an verschiedenen Standorten zum Entdecken ein.

Die offizielle Eröffnung des bundesweiten Aktionstages findet in diesem Jahr in Bamberg statt. In Paderborn verbinden die Akteure den Blick in die Vergangenheit mit einem Ausblick in die Zukunft. Experten informieren vor Ort über die Geschichte historischer Bauten und stellen aktuelle Pläne für die ausgewählten Baudenkmäler vor. Das Thema unterstreicht dabei, wie wichtig starke fachliche Netzwerke und eine gute Infrastruktur für den dauerhaften Erhalt der Denkmäler sind.

Programmpunkte am Tag des offenen Denkmals in Paderborn:

Waldfriedhof Schloß Neuhaus

Der Waldfriedhof verdankt seine Entstehung der Initiative des Neuhäuser Kaufmanns Josef Temme, der die Anlage zwischen 1916 und 1921 in einem Kiefernwäldchen realisiert hat. Im Zentrum liegt ein Ehrenhain für die Gefallenen des 1. Weltkriegs. Die als Fachwerkkonstruktion errichtete Friedhofskapelle greift in den Motiven der Bleiglasfenster dieses Gedenken auf. Neben der Kapelle prägen die durch-dachte Wegeführung und zahlreiche bildhauerisch anspruchsvolle Skulpturen sowie der Kreuzweg den Friedhof. Seit einem Jahr ist auf dem Waldfriedhof eine engagierte Gruppe von Schülern der Mastbruchschule aktiv. Sie haben sich mit der Geschichte des Friedhofes beschäftigt und engagieren sich ehrenamtlich bei der Pflege. Unterstützt wird das Projekt durch das Förderprogramm „Denkmal aktiv“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Man darf gespannt sein auf die Führungen, die die Schüler zum Tag des offenen Denkmals selbstständig erarbeitet haben.

Halbstündlich zwischen 10 und 12 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang Waldfriedhof

Alanbrooke-Kaserne - Block 1, 4 und 5

Paderborn war eine preußische Garnisonsstadt. Die Infanteriekaserne an der Elsener Straße wurde im Jahr 1898 zur Zeit des Historismus im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Das Areal umfasst mehrere Baublöcke, Freiflächen und Einfriedungen. Im Zentrum der Kaserne befindet sich der ehemalige Exerzierplatz. Die repräsentativen Schaufassaden zu den das Areal umgebenden Straßen zeugen vom Selbstverständnis der kaiserlichen Armee. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände von den britischen Streitkräften als Infanterie- und Panzergrenadierkaserne genutzt. 2016 war die Alanbrooke die erste Paderborner Kaserne, deren militärische Nutzung von den Briten aufgegeben wurde. Am Tag des offenen Denkmals werden die Baumaßnahmen vorgestellt, die in unterschiedlicher Weise die weitere Nutzung dieser Kasernengebäude sicherstellen.

11 und 15 Uhr
Treffpunkt: Block 1 und 4, Nelson-Mandela-Platz 1

12 und 14 Uhr
Treffpunkt: Block 5, Alan-Brooke-Weg 6

Alte Burg Wewer

Ursprünglich befanden sich mindestens elf Höhen- und Niederungsburgen entlang der Alme. Von diesen ist die Burg Wewer die einzige noch erhaltene und bewohnte Anlage. Zu dem Ensemble gehören neben der Burg die große Scheune, das in Fachwerk errichtete Pfortenhaus sowie das ehemalige Gärtnerhaus von 1910. Funde belegen, dass die Ursprungs-bauten der Burg bereits vor 1449 entstanden sind. Passend zum Tagesmotto Netzwerke wird neben dem Denkmalschutz insbesondere der Naturschutz von Insekten, Pflanzen und dem verbindenden Element Wasser Thema der Führungen sein.

12 und 14 Uhr
Treffpunkt: Almebrücke, An der Alme 4

Paderborn im Netz historischer Straßen

Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur liegen die Handelszentren des Mittelalters - so auch Paderborn - an der uralten Handelsroute des Hellwegs. Diese 3.000 Kilometer lange und mind. 5.000 Jahre alte Fernhandelsstraße führte von Brügge an der Nordsee bis nach Nowgorod im heutigen Russland. Wie Paderborn über die Lage am Hellweg im Laufe der Jahr-hunderte in große, überregionale Wegenetze und Infrastrukturen eingebunden war, lässt sich anhand von historischen Karten, Textquellen, archäologischen Funden und städtebaulichen Gegebenheiten auf dem Rundgang am Tag des offenen Denkmals 2026 zum Thema „Netzwerke – Denkmale und Infrastruktur“ nachvollziehen.

11.30 und 14 Uhr
Treffpunkt: Rikus Brunnen am Westerntor

Rikus-Kreuz

Das Rikus-Kreuz ist ein markantes, rund acht Meter hohes und fünf Meter breites Metallkreuz. Es wurde vom Paderborner Künstler Josef Rikus (1923-83) geschaffen und 1963 an markanter Stelle vor dem Gierstor aufgestellt. Als bedeutendes Zeugnis der Nachkriegsmoderne prägte es über Jahr-zehnte das Stadtbild. Das Kreuz besteht aus einem tragendem Stahlgerüst, verkleidet mit patiniertem Kupferblech. Aufgrund mangelnder Standsicherheit musste es im Februar 2023 abgebaut und eingelagert werden. Am Tag des offenen Denkmals erfahren Sie den aktuellen Stand des anspruchs-vollen Restaurierungsprozesses und welche Schritte jetzt geplant sind.

10 und 15.30 Uhr
Treffpunkt: Gymnasium Pelizaeus, Halle Geb. B.

Stadt Paderborn

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