Baupreissteigerungen erhöhen Kosten für das Stadthaus-Projekt

7,87 Millionen Euro Mehrkosten - vollständige Kompensation durch zusätzliche Förderung

© Stadt PaderbornBis zum November 2024 (Projektbeginn war mit dem Architektenwettbewerb 2017) deckte das Budget von 69,9 Millionen Euro für das neue Paderborner Stadthaus alle Kostensteigerungen ab. Jetzt steht fest: Das Projekt im Herzen der Stadt mit insgesamt fünf Gebäuden wird um 7,87 Millionen Euro teurer. 4,97 Millionen Euro davon entfallen auf gestiegene Baukosten. Diese stiegen von 2019 bis zum zweiten Quartal dieses Jahres um etwa 60 Prozent. Die verbleibenden 2,9 Millionen Euro gehen auf neue Erkenntnisse und vorangeschrittene Planungen zurück.

Mittwoch, 16. September 2026 | Stadt Paderborn - Bis zum November 2024 (Projektbeginn war mit dem Architektenwettbewerb 2017) deckte das Budget von 69,9 Millionen Euro für das neue Paderborner Stadthaus alle Kostensteigerungen ab. Jetzt steht fest: Das Projekt im Herzen der Stadt mit insgesamt fünf Gebäuden wird um 7,87 Millionen Euro teurer. 4,97 Millionen Euro davon entfallen auf gestiegene Baukosten. Diese stiegen von 2019 bis zum zweiten Quartal dieses Jahres um etwa 60 Prozent. Die verbleibenden 2,9 Millionen Euro gehen auf neue Erkenntnisse und vorangeschrittene Planungen zurück.

Über diese Kostenentwicklung informierten am Dienstag, 15. September, Beigeordneter und Kämmerer Markus Tempelmann, Sören Lühr, Betriebsleiter des Gebäudemanagements, und die Projektverantwortliche Johanna Jablonski den Betriebsausschuss Gebäudemanagement im Rathaus.

Die Gesamtkosten für das Stadthaus-Projekt betragen damit nunmehr 77,8 Millionen Euro. Um diese Kostensteigerung auszugleichen, möchte die Paderborner Stadtverwaltung 14,7 Millionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur einsetzen, das vom Bund zur Verfügung gestellt und vom Land NRW bewilligt wird. Gemeinsam mit den Mitteln aus der Städtebauförderung des Landes und KfW-Mitteln stehen damit für das Projekt 29,29 Millionen Euro an Förderung bereit. Damit reduziert sich aktuell der Eigenanteil der Stadt Paderborn für das neue Stadthaus auf 48,51 Millionen Euro gegenüber der Kostenberechnung von 54 Millionen Euro aus November 2024. "Wir freuen uns über die sehr kommunalfreundliche Ausgestaltung des Landes-Infrastrukturgesetzes. Dadurch ist es möglich, das Sondervermögen für die energetische Sanierung Am Abdinghof einzusetzen", betont Markus Tempelmann, Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Paderborn.

Im Einzelnen sieht die aktuelle Kostenschätzung 20,1 Millionen Euro für die Sanierung der Bestandsgebäude Am Abdinghof, für den Neubau am Marienplatz 44,1 Millionen Euro, für die denkmalgeschützten Gebäude 12,8 Millionen Euro, und für das Pader-Informationszentrum 800.000 Euro vor. Der Betriebsausschuss Gebäudemanagement hatte in seiner Sitzung beschlossen, die Kosten für die DGNB-Zertifizierung, ein Nachhaltigkeits-Zertifikat für den Neubau, in Höhe von 550.000 Euro einzusparen.

Im neuen Stadthaus als der zentralen Anlaufstelle werden Bürgerservice, Verwaltung und Angebote Dritter gebündelt. Es entsteht ein Begegnungszentrum an zentraler Stelle, das die Innenstadt beleben wird. Damit soll die Paderborner Stadtverwaltung an nur noch zwei Standorten - neben dem Abdinghof 11 am Hoppenhof 33 - untergebracht werden, so dass Interimslösungen und überalterte Strukturen wegfallen und Kosten gespart werden. Allein die jährlich anfallenden Interimskosten belaufen sich auf 1,27 Millionen Euro.

Zum Stand des Neubau-Projektes:

Die Ausführungsplanung ist fast abgeschlossen. Die Aufträge für die Baustelleneinrichtung, den Rohbau und das Fassadengerüst sind vergeben. Die Rohbau-Firma hat mit den Arbeiten für die Sohle des Neubaus begonnen. Die Vergaben für den Stahlbau, das Dach und die Fassade beginnen im Herbst.

Bei der Sanierung der Bestandsgebäude ist auch die Ausführungsplanung fast abgeschlossen. Dort hat die Betoninstandsetzung begonnen. Die Aufträge für Abdichtungen, Rohbau und Zimmermannsarbeiten sind vergeben. Das Vergabeverfahren für den Gerüstbau, die Dachdeckerarbeiten, die Mittelspanungsarbeiten und den Blitzschutz sind fast abgeschlossen. Die Ausschreibungen für die Heizung und die Betonarbeiten sind aktuell veröffentlicht. Die Abdichtungs- und Rohbauarbeiten beginnen in den nächsten Wochen.

In der zweiten Jahreshälfte 2029 soll der Hochbau des Neubaus mit der dazugehörigen Denkmalsanierung der Gebäude Marienplatz 2 (Heisingsches Haus) und 2a abgeschlossen sein. Die Sanierung der Bestandsgebäude soll 2028 beendet werden.

Stadt Paderborn

Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing