Würdige Umgebung für Kindergrabfeld

Künstlerin bringt im städtischen Auftrag Farbe ins Spiel

© Stadt PaderbornFreuen sich über das Ergebnis: (v. l.) Stefan Hermanns (Kulturamt Stadt Paderborn), Künstlerin Claudia Cremer-Robelski und Markus Wieczorek-Schlüter (Amt für Umweltschutz und Grünflächen, Stadt Paderborn). Hündin Alice hat es sogar als Motiv auf die neu gestaltete Mauer geschafft.

Donnerstag, 17. September 2026 | Stadt Paderborn - Das triste Grau der Mauer ist verschwunden, ein farbiges Motiv lenkt nun die Blicke auf sich: Im Auftrag des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn hat die Paderborner Künstlerin Claudia Cremer-Robelski am Kindergrabfeld auf dem Elsener Friedhof mehrere Meter Mauerfläche gestaltet. Über die gelungene Arbeit freut sich jetzt nicht nur die Künstlerin. „Viele Menschen halten an und sind voll des Lobes“, sagt Friedhofsleiter Markus Wieczorek-Schlüter.

Zunächst war das noch recht junge Kindergrabfeld mit mehreren Pflanzen aufgewertet worden, doch richtig zufrieden war das zuständige Friedhofsteam bis dato noch nicht. Es wünschte sich eine würdevollere Umgebung für die bestatteten Kinder und deren trauernde Familien. „Schließlich hatten wir im Team die Idee zur künstlerischen Gestaltung und konnten über das Kulturamt den Kontakt zur Künstlerin herstellen“, sagt Markus Wieczorek-Schlüter. Kulturamtsmitarbeiter Stefan Hermanns organisierte und begleitete das Projekt, das innerhalb des Secret City Fassadenfestivals stattfindet. „Wir sind sehr glücklich, dass Claudia Cremer-Robelski, von der wir wissen, dass sie sehr detailverliebt arbeitet, sich dieser Aufgabe angenommen hat“, sagt Hermanns.

Die Künstlerin machte sich zunächst viele Gedanken zum Thema und informierte sich über mögliche Motive. Nun ziert die über Eck angelegte Mauer einerseits eine weite grüne Landschaft, andererseits greift sie – schon fast illusionistisch – die im Hintergrund stehenden Bäume sowie eine Backsteinmauer auf.

In dieser Szenerie finden sich schließlich verschiedene Motive wieder: ein Fuchs mit seinem Baby, ein kleiner Elefant oder auch ein Rotkehlchen, das unter anderem als Botenwesen zwischen der Welt der Lebenden und der Toten gesehen werden kann. Neben einer geöffneten, Licht und Wärme ausstrahlenden Himmelstür hat Claudia Cremer-Robelski einen Schutzengel platziert, der in Anlehnung an die Skulpturen des Künstlers Ottmar Hörl entstanden ist.

Abgerundet wurde die Gestaltung des Kindergrabfeldes schließlich mit einer stimmigen Bepflanzung. Markus Wieczorek-Schlüter setzte, abgestimmt auf das neue Motiv, Sonnenhut, Gräser und Salbei in die Erde. „Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam eine würdevolle Umgebung schaffen konnten“, sagt er.

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