Regiopolen im Dialog: Kommunale Spitzen vernetzen sich in Kassel

Paderborns Bürgermeister war als Vorsitzender des Regiopole-Netzwerks vor Ort/Eine Pressemitteilung des Deutschen RegioPole-Netzwerks

© Deutsches RegioPole-NetzwerkDie Teilnehmenden des Dialogforums mit Paderborns Bürgermeister Stefan-Oliver Strate, gleichzeitig Vorsitzender des RegioPole-Netzwerks (vorne r.).

Donnerstag, 24. September 2026 | Stadt Paderborn - Wie können starke Städte jenseits der großen Metropolen ihre Rolle für ihre Regionen weiter ausbauen? Welche Herausforderungen beschäftigen Regiopolen derzeit besonders? Und wo können sie stärker voneinander lernen und gemeinsam ihre Interessen vertreten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Dialogforums des Deutschen RegioPole-Netzwerks am 23. September in Kassel.

Das Dialogforum fand in Kooperation und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages statt. Oberbürgermeister und Bürgermeister aus den im Deutschen RegioPole-Netzwerk zusammengeschlossenen Städten kamen dabei mit weiteren kommunalen Spitzenvertreterinnen und -vertretern zusammen. Im Vordergrund standen der persönliche Austausch, die Vernetzung und das gemeinsame Gespräch über aktuelle kommunale und regionale Herausforderungen.

Das Dialogforum bot Raum, unterschiedliche Erfahrungen aus den Städten miteinander zu teilen, gemeinsame Fragestellungen herauszuarbeiten und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Städte vergleichbarer Größe und Funktion verbindet – und wie sie ihre Erfahrungen und Interessen künftig noch stärker gemeinsam einbringen können.

Warum eine gemeinsame Stimme wichtig ist, beschreibt Stefan-Oliver Strate, Bürgermeister der Stadt Paderborn und Vorsitzender des RegioPole-Netzwerks: „Regiopolen sind das Rückgrat des Städtesystems. Als Bindeglied zwischen ländlichen Räumen und Metropolen tragen sie in besonderem Maße zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bei. Sie sind wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Anker für ihre Regionen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Zukunftsfähigkeit des Landes. Gleichzeitig werden Regiopolen in der öffentlichen und politischen
Wahrnehmung häufig zwischen den großen Metropolen auf der einen und dem ländlichen Raum auf der anderen Seite übersehen. Umso wichtiger ist eine starke gemeinsame Stimme, die ihre besonderen Potenziale und Herausforderungen sichtbar macht und ihre Interessen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene vertritt. Dieser Aufgabe widmet sich das Deutsche RegioPole-Netzwerk – gemeinsam mit starken Partnern wie dem Deutschen Städtetag.“

Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, betonte: „Der Deutsche Städtetag steht für die Vielfalt der Städte in Deutschland – von den großen Metropolen bis zu starken regionalen Zentren. Regiopolen haben dabei eine besondere Bedeutung: Sie sind wichtige Anker für ihr Umland und übernehmen Verantwortung weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus. Gerade deshalb müssen ihre besonderen Funktionen auch in der Stadt- und Regionalentwicklung berücksichtigt werden. Der Austausch im RegioPole-Netzwerk trägt dazu bei, gemeinsame Erfahrungen und Interessen sichtbar zu machen und damit die Perspektive der Städte stärker in die Debatte über die Zukunft unserer Regionen einzubringen.“

Der Austausch machte deutlich, dass viele Herausforderungen nicht an kommunalen Grenzen enden. Fragen der Wohnraumentwicklung, der Fachkräftesicherung, der Mobilität, der Daseinsvorsorge oder der wirtschaftlichen Transformation betreffen nicht nur die Kernstädte, sondern immer auch ihre Verflechtungsräume. Gerade Regiopolen übernehmen dabei wichtige Funktionen für ihr größeres Umland. Das Dialogforum sollte deshalb auch Impulse für die weitere Zusammenarbeit geben. Die in Kassel geführten Gespräche und geknüpften Kontakte bilden einen Ausgangspunkt, um den Austausch zwischen den beteiligten Städten fortzuführen und gemeinsame Themen stärker sichtbar zu machen.

Stadt Paderborn

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