Zurück in die Zukunft - Honigbienen im Wald

Fotografien von Ingo Arndt

03. Juni bis 04. Dezember 2022

© Ingo Arndt/www.ingoarndt.comBiene, die Honigtau trinkt.

Es summt in unseren Wäldern. Von uns Menschen weitgehend unbemerkt gibt es sie noch, die wild lebenden Honigbienen. Hoch oben leben die Völker des kleinen Waldinsekts in Baumhöhlen und trotzen den Jahreszeiten. Ideal an ihren natürlichen Lebensraum angepasst, sind diese Bienenvölker viel widerstandsfähiger als ihre domestizierten Artgenossen, die Kulturbienen.
Der Natur-und Tierfotograf Ingo Arndt dokumentiert mit bisher ungesehenen Bildern die Lebensweisen der Waldbienen. Seine Fotografien zeigen bis ins kleinste Detail das perfekt aufeinander abgestimmte Zusammenleben im  Bienenstock. Hierbei wurde erstmal die Besiedlung einer Baumhöhle durch einen Bienenschwarm über die gesamte Zeitspanne von dem Einzug im Frühjahr bis zum späten Herbst beobachtet und fotografisch festgehalten.


Zusätzlich beschreibt der Bienenforscher Jürgen Tautz in gut verständlichen Texten, was auf den Bildern zu sehen ist und gibt Einblick in bisher weithin unbekannte wissenschaftliche Erkenntnisse und Verhaltensweisen.

Mit der Zeidlerin Sabine Bergmann wird die traditionelle Methode der Waldbienenzucht in lebenden Bäumen thematisiert. Diese ursprüngliche Art des Imkerns entspricht am ehesten den von Honigbienen selbst gewählten Bedingungen in natürlichen Baumhöhlen und ist eine große Chance für eine gesunde Zukunft der derzeit gefährdeten Honigbiene. Außerdem vermittelt ein museumspädagogisches Programm spielerisch Wissenswertes über die Biene. Und die Wildblumenwiese zwischen Naturkundemuseum und Museumsdepot bildet eine kleine blühende Landschaft für Bienen und andere Insekten, die nach dem Ausstellungsbesuch entdeckt werden kann.