Hochkarätige Online-Vorträge bei der vhs Paderborn

Sie möchten lernen, wo Sie wollen? Dann kann ein Webinar oder ein Online-Kurs der vhs Paderborn genau das Richtige für Sie sein.

Die vhs Paderborn bietet Interessierten in Kooperation mit dem digitalen Wissenschaftsprogramm „vhs•wissen live“ und der „vhs Universität“ der vhs Böblingen-Sindelfingen e.V. eine große Bandbreite an hochkarätige Live-Vorträge von bekannten und rennomierten Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Auf www.vhs-paderborn.de erfahren Sie, welche technischen Voraussetzungen notwendig sind, um an einer Online-Veranstaltung teilzunehmen, welche Online-Formate es gibt und wie sie sich unterscheiden. Dort finden Sie auch das komplette Programm an Online-Veranstaltungen der vhs bis zum Ende des Jahres. In Kürze finden die nachfolgenden Veranstaltungen statt.

Am Dienstag, 21. September , beleuchtet Dr. Stefan Rother um 19:00 Uhr um "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Migrationspolitik". Die Corona-Pandemie hat unzweifelhaft Spuren in der deutschen Migrationspolitik hinterlassen. Wie viele andere Länder auch hat die Bundesrepublik Deutschland im letzten Jahr Einreisebeschränkungen erlassen und Asylverfahren modifiziert. Gleichzeitig werden Migration und Migrationspolitik eine wesentliche Rolle in der kommenden Phase der Wiedereröffnung der deutschen Gesellschaft spielen. Der Vortrag schildert die aktuellen Entwicklungen in der Migrationspolitik und berücksichtigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Referent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent an der Universität Freiburg.

Ebenfalls Dienstag, 21. September lädt die vhs um 19:30 Uhr zu einem Vortrag mit dem Titel „IT- Sicherheit: Herausforderungen für Wissenschaft und Gesellschaft“ der geschäftsführenden Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in München und Professorin der Technischen Universität München, Prof. Dr. Claudia Eckert ein. Sie möchte im Rahmen ihres Vortrags ein Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit wecken, für eine neue Sicherheitskultur sensibilisieren, die es zu gestalten gilt und zu der alle einen Beitrag leisten können.

Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert“ ist der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Bauer, Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler, übertitelt, der am Mittwoch, 22. September um 19:30 Uhr stattfindet. Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz, der Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, festzustellen. Welche Auswirkungen dies auf unsere Gesellschaft und demokratischen Systeme hat, ist Inhalt des Vortrags.

Weiter geht es am Freitag, 1. Oktober um 19:30 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Martin Zimmermann mit dem plakativen Titel „Ein Elefant für den Papst. Die Entdeckung der neuen Welt und die Kurie in Rom.“ Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ausgangspunkt seines Vortrags ist ein besonderes Ereignis im Jahre 1514 als Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal erreichte: ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann in seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«. Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.

Einen weiteren Vortrag zum Thema „Was heißt Provinz - Und gibt es sie noch in Deutschland?“ des Literaturwissenschaftlers der Universität Stanford, Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht bietet die vhs am Montag, 4. Oktober um 19:30 Uhr an. Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen. Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben. Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet – man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg. Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt. Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Anmeldungen zu den Vorträgen nimmt die vhs unter der Telefonnummer 05251 88-14300 oder www.vhs-paderborn.de entgegen.