Stadtplaner Manfred Knickenberg geht in den Ruhestand
Führungsrolle übergeben
Sein Herz trug er stets auf der Zunge, für einen guten Gag war er immer zu haben. Deshalb hatte sich Manfred Knickenberg zu seiner Verabschiedung auch etwas Besonderes ausgedacht: Ein Nudelholz hatte er kurzerhand zur Führungsrolle umfunktioniert und diese seinem Nachfolger als Planungsamtsleiter der Stadt Paderborn übergeben. Volker Schultze nahm diese sichtlich erfreut entgegen. 28 Jahre war Manfred Knickenberg für die Stadt Paderborn tätig, ab März 1978 als Leiter des Stadtplanungsamtes. Der gelernte Maurer hat maßgeblich die Stadtplanung mit gestaltet. Insbesondere der große Bevölkerungsanstieg – von Mitte der 70er Jahre bis heute verdoppelte sich die Paderborner Bevölkerung – war eine Herausforderung für die Stadtentwicklung. Neue Wohngebiete wurden unter seiner Regie ausgewiesen, die Zahl der Bebauungspläne stieg von etwa 70 (1970) auf heute über 260 an. Auch die Ausweisung der Windvorranggebiete, das Stadtbahnkonzept, die Aufgabe des mittleren Rings sowie das Einzelhandelsgutachten waren Eckpunkte, an denen Manfred Knickenberg mitwirkte. Bürgermeister Heinz Paus bedankte sich bei ihm für die geleistete Arbeit und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Beigeordneter Martin Lürwer lobte den offenen und kooperativen Geist, der stets im Stadtplanungsamt unter seiner Regie geherrscht habe und der maßgeblich dazu beigetragen habe, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr motiviert gewesen seien. Keine Mühen gescheut hatte der Ludwigsfelder Bürgermeister Heinrich Scholl, der eigens zur Verabschiedung Manfred Knickenbergs aus dem Brandenburgischen angereist war. Manfred Knickenberg habe elf Jahre lang die Stadtplanung Ludwigsfeldes begleitet und damit maßgebliche Aufbauarbeit geleistet, betonte Scholl. Das habe er gerne getan, das musste halt sein, so Knickenberg zu dieser Erfahrung. Dass demnächst der “Pastorskamp” in Dahl, die Straße, in der Manfred Knickenberg wohnt, in die Straße “Am Knickenberg” umbenannt wird, ist nach wie vor ein Gerücht. Seine Kollegen hatten dem scheidenden Stadtplanungsamtsleiter zumindest beim Abschied mit diesem Straßenschild den Vorschlag unterbreitet.