Kindergartenleiterinnen diskutierten

Bildung in der Kindertagesstätte

„Bildungseinrichtung Kindertagesstätte – Auftrag, Anspruch und Alltag“ war das Motto einer Fortbildungsveranstaltung von Leitern und Leiterinnen der städtischen Kindertageseinrichtungen. An zwei Fortbildungstagen diskutierten sie mit der in Berlin lebenden Diplom-Politologin Gerlinde Lill über dieses Thema. Die freiberuflich in der sozialpädagogischen Fortbildung und Beratung tätige Frau ist vor allem bekannt durch ihr Buch „Qualitätslexikon für Kinderprofis“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reflektierten den bisherigen Bildungsauftrag und entwickelten diesen weiter, um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden. Dabei machten sie sich auch mit neueren Forschungsergebnissen vertraut. Klar wurde, dass folgende Basiskompetenzen für Kinder noch mehr an Bedeutung gewinnen: Kommunikations- und Teamfähigkeiten, verantwortliches Handeln, Flexibilität, Mobilität und Offenheit, Erkennen von Zusammenhängen und Problemlösungswissen, Mehrsprachigkeiten. Aus diesen Basiskompetenzen leiten sich die Bildungsqualitäten der städtischen Einrichtungen ab. Die Leiter und Leiterinnen der städtischen Kindertageseinrichtungen sehen Bildung und Erziehung als dynamischen offenen Prozess, um den Kindern Rüstzeug für die Herausforderungen der Zukunft zu geben. An konkreten Beispielen erarbeiteten sie Möglichkeiten, wie in der pädagogischen Praxis diese Bildungsinhalte umgesetzt werden können. Wolfgang Walter, Leiter des Jugendamtes der Stadt Paderborn: „Der momentane Prozess der Leitbilderarbeitung in den städtischen Kindertagesstätten liefert ein solides Fundament für eine qualitative Weiterentwicklung unserer Einrichtungen“.