Wasserwirtschaftliche Tagung in Paderborn

Lob für sanierte Bäche

Lob für Paderborns Natur von höchster Stelle. Experten des Umweltministeriums lobten den eingeschlagenen Weg bei den Gewässersanierungen im Stadtgebiet von Paderborn. Bei einer Fachtagung überzeugten sich Fachleute aus dem Düsseldorfer Ministerium und den Umweltämtern des Landes bei der Besichtigung von Rothebach und Dubelohgraben von der Qualität der Maßnahmen, die durch das Land gefördert wurden. Der Leiter des städtischen Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, Dr. Frank Becker, sowie der Diplom-Biologe Axel Schröder, der als Gewässerökologe für die Bachsanierungen in Paderborn zuständig ist, erläuterten den Vertretern der Bezirksregierungen und Staatlichen Umweltämter aus ganz NRW und dem Umweltministerium aus Düsseldorf die Einzelheiten. Während sich die naturnahe Sanierung des Dubelohgrabens noch in der Bauphase befindet, konnten die Exkursionsteilnehmer am Rothebach auf einen bereits fünfjährigen Entwicklungszustand blicken. Angesichts dieser gelungenen Beispiele diskutierten die Experten über Erfolge des Gewässerschutzes in Paderborn, aber auch über die Schwierigkeiten, die sich bei der Arbeit vor Ort ergeben. Die Besichtigung war Teil der wasserwirtschaftlichen Dienstbesprechung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums. Tags zuvor hatten sich die Experten bereits auf Einladung des Staatlichen Umweltamt Bielefeld im historischen Rathaus der Stadt Paderborn versammelt. Die Gäste wurden dort von Bürgermeister Heinz Paus begrüßt. Die aus dem ganzen Land angereisten Tagungsteilnehmer wies er auf die große Bedeutung des Wassers in Geschichte und Gegenwart der Stadt Paderborn hin. Zentrales Thema der Besprechung war die Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Dieses neue Gesetz macht Vorgaben für den zukünftigen Zustand der Fließgewässer in der Europäischen Union. Nach Umsetzung in nationales Recht ergeben sich auch die erforderlichen Maßnahmen zur naturnahen Entwicklung der Paderborner Fließgewässer. Für derartige Sanierungsprojekte an den Gewässern des Landes stellt das Umweltministerium in Düsseldorf jährlich zweistellige Millionenbeträge zur Verfügung.