Für mittelalterlichen Weg stark gemacht
Margret Teipel fühlte sich an Kindheit erinnert
Den Weg kennt sie seit ihrem vierten Lebensjahr. Mindestens einmal die Woche ging Margret Teipel damals den Hohlweg in Verlängerung der Mallinckrodtstraße in Richtung „Hillige Seele“ bei Dörenhagen. Noch heute verbindet sie viele Erinnerungen mit diesen Wanderungen auf einem Weg, der bereits im Mittelalter eine Rolle spielte. „Der Regen machte den Hohlweg manchmal zu einem reißenden Bach. Da sahen wir bei unserer Heimkehr manchmal aus, als ob wir ein Schlammbad genommen hätten“, erinnert sie sich. Diese Erinnerungen waren ihr so lebendig, dass sie im Mai 1999 einen Brief an den Bürgermeister schrieb, um dieses Stück Geschichte zu erhalten. Dieser Hohlweg ist ein Stück des mittelalterlichen Weges zwischen Paderborn und Marsberg. Seine Anfänge hat er in fränkischer Zeit genommen. Bereits 1462 war er als alt (olde Wech) bezeichnet worden. Ein Stück dieses mittelalterlichen Hohlwegs in Verlängerung der Mallinckrodtstraße zwischen der Frauenklinik und dem Drittmittelgebäude der Universität konnte jetzt durch die Bemühungen von Margret Teipel in die Bodendenkmalliste aufgenommen werden. Zwei Schilder - zu Beginn und am Ende des Wegstücks – weisen darauf hin. Der etwa 400 Meter lange Abschnitt der Paderborner „via regia“, einer mittelalterlichen Altstraße, ist damit auch für nachfolgende Generationen erhalten. Margret Teipel und ihr Mann Alois sind darüber natürlich sehr froh. „Da hat sich das viele Nach-unten-Gucken meines Mannes beim Fliegen gelohnt, denn dabei hat er diesen Schatz auch mit ausgemacht“, so Margret Teipel.