Königliche Museumsnächte

Bartels Lebende Statuen: Premiere von "Rahmengeschichten" Freitagabend im Schloßpark

Seine "weiße Figur" hat schon Tausende Besucher vor dem Berliner Reichstag fasziniert, sein "Springbrunnen" hat auch schon in Paderborn die Zuschauer verblüfft. Bartel Meyer zählt in Europa zur Elite der „Lebenden Statuen“. Er ist jedoch nicht nur eine einfache „Standfigur“, die sich nicht bewegt, sondern er inszeniert Geschichten. Für die „Königlichen Museumsnächte“ in Paderborn hat er jetzt eigens mit „Rahmengeschichten“ ein zu dem Thema passendes Stück in Szene gesetzt. Premiere ist am kommenden Freitag, 23. August, um 21.15 Uhr in der barocken Gartenparterre im Schloßareal in Schloß Neuhaus. Der Schweizer Bewegungsspezialist Christian Mattis führt Regie, die musikalischen Kompositionen stammen von Don Li und sind sämtlich live eingespielt. Die Schweizerin Ania Losinger als Königin und Bartel Meyer als König bedienen das Statuentheater, Eckhard Euen und die Schweizerin Cornelia Küng sorgen für die Artistik. Bartel Meyers Königin und König, die in Paderborn Premiere haben, sind in Konventionen gefangen, mit Wünschen behaftet. Drei überdimensionierte Bilderrahmen stehen bis zu sechs Metern hoch wie ein Triptychon angeordnet im Park. Daneben das königliche Paar, mit minimalen Bewegungen, als seien sie Statuen. In der Mitte eine neue Generation, möglicherweise Prinz und Prinzessin. Sie schweben artistisch durch das Bild. Anfangs folgen sie den Anordnungen der Herrscher, doch bald versuchen sie ihren eigenen Weg zu finden. „Rahmengeschichten“ ist ein Projekt, das seine Wurzeln im Statuentheater hat. Bartel Meyer: „Es sind minimale Bewegungsabläufe, die den Zuschauer durch extreme zeitliche Verschiebungen in den Bann ziehen können. Verbunden sind sie mit Artistik, auch diese minimalisiert auf kleine Bewegungsabläufe.“ So kann der Zuschauer durch den Park flanieren und sich unterhalten, sich verzaubern lassen oder staunen und sich fragen, ob die Figuren in den Rahmen denn echt sind oder nicht. Bartel Meyer: „Wer eine Geschichte sehen möchte, wird sie entdecken. Wer die Bilder als Bilder wirken lassen möchte, tue dies.“