Stadt Paderborn zur Schließung des HoT Xaveriushaus
Weitgehende Hilfe angeboten
"Mit 100.000 Euro hat der Jugendhilfeausschuss der Stadt eine Hilfe angeboten, die über ein Mehrfaches des in den Richtlinien für solche Maßnahmen vorgesehen städtischen Zuschusses hinausging". Mit diesen Worten reagierte Wolfgang Walter auf die Ausführungen zur Schließung des HoT Xaveriushaus in der Marienstraße. Dieser Zuschuss, der für den Feuerschutz und die Sanierung des Gebäudes vorgesehen war, habe immerhin fast ein Drittel der Gesamtkosten umfasst. "Wenn jetzt der Eindruck erweckt werde, die Stadt Paderborn als Nichteigentümer sei mit daran schuld, dass das HoT in der Marienstraße aufgegeben werden muss, dann ist das abwegig", so Walter weiter. Die Stadt habe hier weit mehr als ihre Pflicht getan. Dass sich der Jugendhilfeausschuss aus rein fachlichen und nicht wie behauptet politischen Gründen für ein HoT in unmittelbarer Nähe der jetzigen Einrichtung entschieden hat, ist für jeden der sich in der Jugendarbeit auskennt bestens nachvollziehbar. Eine solche Einrichtung in die Räume des Kunigundisheimes in der Nähe des Detmolder Tores und damit an die Peripherie des Inneren Rings zu legen, würde mit Sicherheit die Gefahr bringen, dass der Treff von den Jugendlichen nicht angenommen wird. Mit der ehemaligen Sparkassenfiliale am Königsplatz hat die Stadt die zentral gelegenen Räume gefunden. Im Übrigen zeigt sich Jugenddezernent Wolfgang Walter über die Beteuerungen des Kirchenvorstandes zur Wichtigkeit der in der Einrichtung des HoT Xaveriushaus geleisteten Jugendarbeit für die Gemeinde überrascht. In ersten Gesprächen mit dem Träger habe man ihm zu verstehen gegeben, dass die Besucher der Einrichtung nicht mehr in die pastorale Konzeption der Gemeinde passen würden.