Neuer Energieverbund nimmt Gestalt an
Paus und Gabriel einig: EPOS-Standorte Paderborn, Herford und Hameln als starke Säulen
Der Energieverbund von PESAG, EMR und Wesertal in Ostwestfalen-Lippe/Südniedersachsen nimmt immer mehr Gestalt an. Die Verhandlungen zwischen Politik, den beteiligten Unternehmen sowie E.ON Energie als Mehrheitsanteilseigner über die zentralen Standortfragen sind weitestgehend abgeschlossen. Die Bürgermeister Heinz Paus, Paderborn, und Thomas Gabriel, Herford, einigten sich grundsätzlich mit den beteiligten Unternehmen auf ein Konzept, das alle drei zentralen Standorte Hameln, Herford und Paderborn zu Kompetenzzentren des neuen Unternehmens macht. Letztendlich hängt die Zustimmung zu diesem Verhandlungsergebnis vom Votum der Stadträte in Paderborn und Herford sowie der übrigen kommunalen Anteilseigner ab. Mit dem Zusammenschluss der EPOS-Unternehmen würde ein leistungsstarkes, wettbewerbsfähiges, regionales Energieunternehmen entstehen, das zu den zehn größten in Deutschland gehört. Für Paderborns Bürgermeister Heinz Paus ist das ausgehandelte Konzept zukunftsweisend für die Stadt Paderborn und ihre Bürgerinnen und Bürger: „Paderborn ist auf dem Weg, ein weiteres wichtiges Industrieunternehmen der Zukunft in seinen `Mauern` zu haben.“ Paderborn wird Sitz des neuen Unternehmens mit den strategischen Unternehmenssteuerungsfunktionen, insbesondere der Unternehmensentwicklung, und dem Integrationsmanagement sowie dem Kompetenzzentrum Markt mit den Aufgaben Marketing und Vertrieb. Auch für Herfords Bürgermeister Thomas Gabriel ist das Verhandlungsergebnis ein wichtiger Meilenstein für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt Herford und der gesamten Region: „Von Herford werden vielfältige Aktivitäten des neuen Unternehmens ausgehen und die wirtschaftliche und soziale Struktur der Stadt befruchten.“ In Herford wird die Hauptverwaltung mit den wertorientierten Unternehmensteuerungsfunktionen, insbesondere dem Controlling sowie dem Kompetenzzentrum Service mit den Aufgaben Finanz- und Rechnungswesen, Materialwirtschaft, Personal, Recht, Shared-Service–Center, IT sowie die BKK angesiedelt sein. Auch die EPOS-Entsorgungs-Gesellschaft wird von der Werrestadt aus operieren. Im niedersächsischen Hameln wird das Kompetenzzentrum Technik angesiedelt. Zentrale Aufgaben für diesen wichtigen Eckpfeiler des Unternehmens sind insbesondere die Technik und der Betrieb sowie die Netzwirtschaft. Paus und Gabriel betonten, dass eine wesentliche kommunale Beteiligung an dem neuen Unternehmen wichtig sei, da hierdurch die regionale Verwurzelung gestärkt würde. Gleichzeitig werden damit die Grundlagen für den Verbleib der Wertschöpfung in der Region gelegt. Der neue Energieverbund wird Vorteile für alle Kunden, die Anteilseigner und selbstverständlich auch für die heimische Wirtschaft bringen. Zu den Erfolgsfaktoren der Unternehmen gehören darüber hinaus insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kommunen, den Interessenvertretungen auf regionaler Ebene und mit der Wirtschaft. Strategische und operative Zusammenarbeit mit Stadtwerken zählten ebenso dazu wie die Bereitstellung von attraktiven und sicheren Arbeitsplätzen sowie die Gewährleistung von qualifizierten Ausbildungsplätzen. Die Fusion der drei Energieversorger soll schon in der ersten Hälfte 2003 realisiert werden. Sie wird dann rückwirkend zum 1. Januar 2003 gültig.