Peter Schöneweis geht in den Ruhestand

Der Blick fürs Wesentliche

Er war nie ein Mann großer Worte. Doch in seinen mehr als 250 Bürgerversammlungen stand der Mann zu seinen Worten. Peter Schöneweis, der Leiter des Straßen- und Brückebauamtes der Paderborner Stadtverwaltung, scheidet zum Jahresende aus dem aktiven Dienst aus. Im November 1979 kam der damals 39jährige Planer vom Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk in Essen nach Paderborn. An der Technischen Hochschule in Braunschweig hatte er Bauingenieurwesen erfolgreich studiert. „Es hat sich wirklich einiges getan“, kommentiere Peter Schöneweis, als er 1979 bei der Stadt anfing und erinnerte dabei an seinen ersten Paderborn-Besuch 1957. Heute gilt festzuhalten: Mit seiner Hilfe hat sich gut 20 Jahre später in Paderborn viel mehr noch getan. Ob das Jahrhundert-Bauwerk Kasseler-Tor-Brücke, die Einrichtung vieler verkehrsberuhigter Bereiche, der Generalverkehrswegeplan, der Rückbau wichtiger Einfallstraßen, die Neugestaltung der östlichen Innenstadt, die Planung und der Ausbau des Radwegenetzes, die flächenhafte Verkehrsberuhigung, der Umbau des Kamp. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Nicht immer gab’s Lob, nicht immer ging’s ohne Ärger. „Schranke auf, Schranke zu – Schöneweis hat seine Ruh’“ war so ein geflügelter Spruch bei der Neugestaltung der östlichen Innenstadt zum Vorläufer der Poller am Amtsgericht. Beirren ließ er sich von so etwas jedoch nicht. Gut so, denn so blieb der Blick aufs Wesentliche. Und den hat sich Peter Schöneweis in all den Jahren bewahrt. In Zukunft wird er sich mehr seinen Hobbys widmen können. Als 2. Tenor im Elsener Männerchor oder beim Freizeittanzen in der Tanzabteilung der TURA Elsen. Zeit wird er auch haben für die Erforschung seiner Familiengeschichte. Immerhin bis 1570 ist er schon vorgedrungen, auch dabei hat er, wie es scheint, das Wesentliche nicht aus den Augen verloren.