Norbert Soemer verlässt die Städtische Musikschule
Der "Herr der Klaviere" geht
Der “Herr der Klaviere” geht. Nach mehr als 30 Jahren Tätigkeit für die Städtische Musikschule Paderborn verließ Norbert Soemer zum Jahresende die Einrichtung am Haxthausenhof. Im April 1967 begann er an der damaligen Jugendmusikschule der Stadt Paderborn als nebenamtlicher Musikschullehrer für Klavier und Orgel. Seine große Liebe galt und gilt noch immer dem Klavier. Diesem Instrument widmete sich der heute 62jährige sehr intensiv während des Studiums an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Nachdem er als Organist und Chorleiter der Katholischen Kirchengemeinde St. Joseph in Dortmund und als Kantor der Katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu Paderborn gearbeitet hatte, kam er über sein nebenamtliches Engagement im Juli 1973 als hauptamtlicher Musikschullehrer an die Städtische Musikschule Paderborn. Als Leiter des Fachbereichs Klavier organisierte er viele Jahre lang das alljährliche Klaviervorspiel mit dem anschließenden Konzert. Seine eigene pädagogische Tätigkeit war über all die Jahre von großem Erfolg gekrönt. Das zeigte sich an der Vielzahl seiner Schülerinnen und Schüler, die den Musikerberuf ergriffen haben oder beim Wettbewerb “Jugend musiziert” vordere Plätze belegten. Der “Herr der Klaviere” trägt seinen Namen völlig zu recht. Spricht es doch für seine große Kompetenz, wenn immer wieder interessierte Käufer an ihn heran traten, um beraten zu werden. So kann es gut sein, dass in den letzten 20 Jahren wohl kaum ein Flügel in Paderborn gekauft wurde, der nicht zuvor von Norbert Soemer – meist zusammen mit Rainer Fuest von der Firma Schallenberg – ausgesucht und geprüft wurde. Ein Höhepunkt im Wirken des Musikschullehrers war mit Sicherheit das diesjährige Klavierfestival Anfang September. 16 Pianisten an acht Flügel bestachen dabei durch ihr Können. Die Organisation, nicht nur des Konzerts in der PaderHalle, sondern vor allem auch der vielen Proben in unterschiedlichen Besetzungen, erforderte großen persönlichen Einsatz. Dabei zeigte sich einmal mehr das gute Verhältnis zu seinen Kolleginnen und Kollegen, die dabei hilfreich zur Seite standen.