Energie Explorer der PESAG erhält Auszeichnung "Paderborner Produkt des Monats"

Dem Energieverlust auf der Spur

Der Energie Explorer der PESAG ist das erste Paderborner Produkt des Monats im Jahr 2002. Im Mittelpunkt der PESAG-Dienstleistung steht die energetische Optimierung von Unternehmen. Dabei nehmen die PESAG-Fachleute sämtliche Energieträger, sei es Strom, Gas, Wärme, Dampf oder Druckluft unter die Lupe. Ziel ist die deutliche Senkung der Energiekosten und damit auch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Nach den bisherigen Erfahrungen der PESAG aus mehr als 70 Analysen lassen sich bei den energierelevanten Kosten im Durchschnitt 10 % und teilweise deutlich mehr einsparen, und dies mit Maßnahmen, die sich nach spätestens zwei Jahren amortisieren. Nicht zu unterschätzen ist auch der umweltpolitische Effekt durch die erzielten CO2-Einsparungen und die Ressourcenschonung. Mit Claas Industrietechnik gehörte ein Paderborner Unternehmen zu den ersten, die zusammen mit der PESAG Kosteneinsparung und aktiven Umweltschutz gekoppelt haben. Bürgermeister Heinz Paus, der gemeinsam mit Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Hans Laven, Sparkassendirektor Michael Hahn, PESAG-Vorstand Dr. Bernhard Bloemer, PESAG-Marketing-Chef Rüdiger Fittje und Pressesprecher Meinolf Päsch sowie Projektleiterin Daniela Bunte die Präsentation des neuen „Produkts des Monats“ in der Sparkassenzentrale in der Hathumarstraße eröffnete: „Das Geniale an der PESAG-Dienstleistung ist aus meiner Sicht, dass alle profitieren. Für die Unternehmen steigt die Wettbewerbskraft durch Kosteneinsparung, die PESAG wiederum sichert so ihren Absatz. Beide Seiten zeigen gleichzeitig Flagge im Sinne der nachhaltigen Resourcenschonung.“ Durch die erzielten Erfolge auch bei Unternehmen im Kreis Höxter wurde der Energie Explorer zu einem der Markenzeichen des heimischen Energieversorgers, das weit über die Region bekannt und zu einem „PESAG-Exportschlager“ geworden ist. Dr. Bernhard Bloemer, Vorstand der PESAG: „Der Energie Explorer hat seinen Siegeszug bereits angetreten. Das Jahr 2001 mit einem Rekordabsatz war für uns nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weil unser kombinierter Ansatz von Energielieferung und Energiedienstleistung auf große Resonanz gestoßen ist. Beispielsweise zählen jetzt weit über 50 Kliniken und Klinikeinrichtungen außerhalb unseres Heimatmarkts zu unseren Geschäftskunden.“ Wie aber funktioniert diese moderne Detektivarbeit? Daniela Bunte, Projektleiterin im Geschäftsbereich Marketing der PESAG, schildert die grundsätzliche Vorgehensweise: Zunächst werden Verbrauchswerte und technische Daten aller energietechnischen Anlagen aufgenommen. Gemeinsam mit dem Kunden werden dann die Untersuchungsschwerpunkte festgelegt. Danach folgt die Basisdatenerhebung und die Detailanalyse.“ Schließlich werden die Messergebnisse ausgewertet und konkrete Energiesparmaßnahmen präsentiert. Dazu zählt auch, mögliche Einsparpotenziale, aber auch Investitionskosten, Amortisationszeiten sowie die CO2-Reduktion der vorgeschlagenen Maßnahmen konkret zu benennen. Daniela Bunte nennt ein konkretes Beispiel für die Arbeitsweise des Energie Explorers: „In einem Textilunternehmen, in dem Dampf und Druckluft als Energieträger unabdingbar und teuer sind, haben wir gemeinsam mit dem Technischen Leiter die gesamte Produktion besichtigt und dann gemeinsam Fragen entwickelt: Sind die Erzeugungsanlagen dieser Energieformen richtig dimensioniert? Überdimensionierte Anlagen (z. B. aufgrund geänderter Produktionsabläufe) haben schlechte Wirkungsgrade. Für Druckluft kann das Einsparpotenzial bei optimierter Kompressorauslegung und Regelung bei bis zu 25 % liegen. Haben die Transportleitungen Leckagen? Durch das Abkoppeln toter Leitungen, die Beseitigung von auch kleinen Lecks und die regelmäßige Kontrolle lassen sich hier große Summen einsparen. Die Einsparungen hier betragen durchschnittlich 30 % bei mittelmäßig gewarteten Netzen.“ Danach wurden alle weiteren Produktionsbereiche, aber auch die Verwaltung unter die Lupe genommen. Daniela Bunte: „Nach dieser Prüfung auf Herz und Nieren, wenn alle Maschinen erklommen, alle Energiezentralen durchleuchtet, die Betriebsart und der Produktionsfluss offenliegen und die Messgeräte abgebaut sind, tragen wir die Summe aller möglichen Energieeinsparungen zusammen und ordnen sie der Wirtschaft-lichkeit nach.“ Dabei gibt es verblüffend einfache Lösungen: „Das Abklemmen eines toten Leitungsarmes im Druckluftnetz steht ganz vorne, weil es außer einer viertel Stunde Arbeit und einem Blindstopfen nichts kostet“, so Daniela Bunte. Der Austausch des über-dimensionierten Dampferzeugers zur Verbesserung des Wirkungsgrades ist dagegen eine sogenannte abhängige Maßnahme, für den Fall dass die Auswechselung ohnehin ansteht, dann bietet der Energie Explorer gleich eine Planungsgrundlage.