Libori 2002
Startschuss am 27. Juli mit Schrein-Ausetzung und Böllerschüssen: Paderborn feiert neun Tage LIBORI
Am Samstag, 27. Juli, ist es wieder so weit: Mit der Aussetzung des Goldenen Schreins mit den Gebeinen des Hl. Liborius, des Schutzpatrons des Erzbistums Paderborn, und der Eröffnungszeremonie durch Bürgermeister Heinz Paus vor dem Historischen Rathaus mit drei Böllerschüssen wird das Libori-Fest 2002 eröffnet, eines der größten und ältesten Volksfeste in Deutschland. Neun Tage lang feiert Paderborn seine „fünfte Jahreszeit“. Für die faszinierende Atmosphäre des Libori-Festes sorgt eine bis heute erhalten gebliebene Mischung aus kirchlichen Feierlichkeiten und weltlichem Fest. Beeindruckende Zeremonien und Prozessionen lassen Geschichte lebendig werden, und ein buntes Markt- und Kirmestreiben mit vielen kulturellen Höhepunkten lädt neun Tage lang zum Feiern ein. Paderborn erwartet in dieser Woche wieder mehr als eine Million Besucher. Das Libori-Fest hat einen religiösen Ursprung. Kirche und Stadt feiern damit die Ankunft der Gebeine des Hl. Liborius, des Schutzpatrons des Domes, des Bistums und der Stadt, im Jahr 836. Dieses Ereignis war Grundstein für den „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen Paderborn und Le Mans, daraus hervorgegangen ist die wahrscheinlich älteste funktionierende Städtepartnerschaft der Welt. Auftakt der kirchlichen Feierlichkeiten ist am ersten Libori-Sonntag die feierliche Erhebung der Reliquien des Hl. Liborius. Seit 1836 erklingt dabei der feierliche Libori-Tusch. Dann wird der kostbare Goldene Schrein mit den Reliquien in einer beeindruckenden Prozession durch den Kirmesbereich zum Historischen Rathaus getragen. Die Aufstellung des Schreins im Dom, das Triduum, endet nach drei Tagen am Dienstag mit einer erneuten Prozession über den Pottmarkt und der Beisetzung in der Krypta. Im Mittelpunkt des weltlichen Libori-Festes steht die Kirmesmeile in der Innenstadt mit 130 Schaustellern auf dem Liboriberg und 150 auf dem Pottmarkt. Beworben hatten sich für die Plätze auf der Libori-Kirmes mehr als 1.600 Schausteller. Einer der täglichen Attraktionen des Paderborner Liborifestes ist der Bierbrunnen mit einem bunten Unterhaltungsprogramm vor dem Historischen Rathaus. Dort kann der durstige Gast einen speziellen Libori-Krug erwerben und bekommt ihn dann vom „Jubelhennes“ voll geschenkt. Weitere Publikumsmagneten sind „Petit Paris“, wo man essen und trinken kann wie Gott in Frankreich, viele tolle Biergärten, die es nur zu Libori gibt, und das Festzelt „PaderPalast“ auf dem Liboriberg, wo in diesem Jahr die Showband „Die Herrenhäuser“ für Stimmung sorgt. Die gesamte Paderborner Innenstadt ist Bühne für eine abwechslungsreiches Kulturprogramm mit mehr als 100 Musik-, Kabarett- und Kleinkunstveranstaltungen. Die Reihe der Open-Air-Konzerte auf dem Franz-Stock-Platz eröffnet am 1. Libori-Samstag die DDR-Musiklegende Lutz Heinrich mit „Eisenheinrich“, d e r Kult-Band aus Leipzig. Weitere Stars sind die Kölner Poplegende „Purple Schulz“, die ein Libori-Konzert als Duo gibt, „Soul Kitchen“ aus München, das A-Cappella-Quintett „Jacqueline Kroll“, die neuseeländische Diva der Maori-Musik „Moana“ mit ihrer Band und die Meister des Folk-Rock „Foggy Dew“. Bei der Bierbrunnen-Party am Freitag, 2. August, ab 18 Uhr gibt es Live-Musik, Disco, Interviews und Gewinnspiele, den Schlusspunkt der Libori-Woche setzt traditionell das Europafest mit internationalen Shows, Folklore und Kleinkunst, diesmal mit Gruppen und Artisten aus Taiwan, Mexiko, Bulgarien, Frankreich und den Niederlanden. Weitere Informationen im Internet unter http://www.paderborn.de.