Libori 2002 - Änderung auf dem Franz-Stock-Platz

Der Meister kommt für Purple Schulz

Änderung im Programm der Konzerte auf dem Franz-Stock-Platz im Rahmen des Libori-Festes: Am Montag, 29. Juli, wird ab 20.30 Uhr nicht Purple Schulz zu erleben sein. Krankheitsbedingt mussten die Macher von "Verliebte Jungs" und "Sehnsucht" absagen. Dem Organisator der Innenhof-Konzerte, Manfred Schlaffer vom Kulturamt der Stadt Paderborn, ist es jedoch gelungen, mehr als einen Ersatz zu bekommen. "Der Meister" Guildo Horn wird sich mit den "Orthopädischen Strümpfen" die Ehre auf dem Franz-Stock-Platz am Montag geben. Jüngst erst als „König der Möwen“ bei der Uni-Sommerparty frenetisch gefeiert, wird er mit einem individuellen Liboriprogramm für Stimmung sorgen. Hinlänglich bekannt ist sein Coup, als 1998 die deutschen Farben beim „Grand Prix d’Eurovision de la Chanson“ vertrat. Horn, der Emotionen ironisch überspitzt und jedes Klischee bis an die Schmerzgrenze ausreizt, hatte schlagartig eine riesige Fan-Gemeinde um sich versammelt. Mit „Guildo hat Euch lieb“ belegte der blödelnde Schlagerbarde immerhin den siebenten Platz bei diesem Wettbewerb. Erst im zarten Alter von 29 Jahren setzte er im Kölner „Luxor“ den Grundstein für seine Karriere. Zwei Jahre tritt er dort allsonntäglich vor ausverkauftem Hause auf und bannt dabei sein Debüt „Rückkehr nach Medocino“ als Live-Mitschnitt auf Vinyl. 1994 tritt er zum ersten Mal in der ZDF-Hitparade auf und startet damit von Null auf Platz Drei der deutschen Chats. Ein Jahr später veröffentlicht „Der Meister“ die „Sternstunden der Zärtlichkeiten“. 1996 möchte er mit „Lass das Wunder Liebe sein“ zu gerne am Grand Prix teilnehmen, wird aber nicht zugelassen. Das veranlasst ihn, auf der folgenden Tournee einen „Kreuzzug der Zärtlichkeit“ zu führen, dessen Höhepunkte die Gigs bei „Rock im Park“ und „Rock am Ring“ darstellen. 60.000 Fans grölen mit dem „Meister“: „Ich find Schlager toll!“. Nach seinem erfolgreichen Auftritt beim Grand Prix wird seine Album „Danke“ vergoldet, und Horn sammelt filmische Erfahrung bei der Komödie „Waschen, Schneiden, Legen“. Nach einer Zeit der Medienabstinenz präsentiert Guildo 2002 das Shanty-Tribute „Der König der Möwen“.