KZ-Überlebende im Rathaus empfangen
Geschenk der Versöhnung
Als ein "Geschenk der Versöhnung und der Hilfe, die Vergangenheit nicht zu vergessen" hat Josef Hackfort, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, den Besuch von polnischen Überlebenden aus den Konzertrationslagern (KZ) in Paderborn bezeichnet. Als Zeitzeugen eines dunklen Kapitels der deutschen Geschichte seien ihre Erinnerungen gerade für die junge Generation unverzichtbar, so Hackfort. Er machte die 15 Frauen und Männer mit der Stadt und ihrer Geschichte vertraut. Auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werkes weilen die KZ-Überlebenden zwei Wochen in Paderborn. Im Auftrag des Hilfswerkes für KZ-Überlebende hat Ursula Fox gemeinsam mit ihrem Mann Ulrich die Begleitung der Gäste übernommen. Die Personen, die aus der Gegend um Danzig kommen, werden zu Zeitzeugengesprächen in der Realschule Niesenteich, der Realschule in Salzkotten, dem Gymnasium Schloß Neuhaus und an einer berufsbildenden Schule weilen. Besuchen werden sie unter anderem Bad Lippspringe, Bad Driburg und den Möhnesee. Untergebracht sind die Besucher im Liborianum. Neben der Unterstützung und Hilfe für Überlebende und deren Angehörige stehen Begegnungen der Versöhnung beim Maximilian-Kolbe-Werk im Vordergrund. Diese ergeben sich insbesondere bei den Erholungs- und Begegnungsfahrten in Deutschland. Seit 1978 sind dabei mehr als 8000 ehemalige Häftlinge der Einladung des Hilfswerkes gefolgt.