Verkehrsrechner sorgt für Koordinierung mehrerer Straßen

Grüne Welle zwischen Paderborn und Elsen

Jetzt sind auch die Ampelanlagen auf der Strecke zwischen Paderborn und Elsen an den Verkehrsrechner der Stadt Paderborn angeschlossen, die geplante Koordinierung auf der Paderborner Straße konnte realisiert werden. Vorher waren die Anlagen des Heinz-Nixdorf-Rings und die Anlagen der Paderborner Straße zu jeweils einem separaten Regelgebiet zusammengeschaltet, wobei die Lichtsignalanlage am Stedener Feld dem Heinz-Nixdorf-Ring zugeordnet war. Volker Schultze, Leiter des Stadtplanungsamts: „Durch die Erneuerung der Signalanlagen im Zuge der ÖPNV-Beschleunigung war es jetzt technisch möglich, die Anlagen an den Verkehrsrechner der Stadt Paderborn anzuschließen und mit dem Regelgebiet des Heinz-Nixdorfs-Rings zu verbinden.“ Im Idealfall hat der Autofahrer jetzt eine „grüne Welle“. Verkehrsplaner Heinrich Block spricht lieber von Koordinierung und nicht von „grüner Welle“. Heinrich Block: „Koordinierung bedeutet im Wesentlichen, dass die Lichtsignalanlagen mit der gleichen Umlaufzeit gesteuert werden.“ Umlaufzeit ist die Zeit, in der alle Verkehrsrichtungen einmal „grün“ erhalten. Eine „grüne Welle“ ergibt sich dann, wenn ein Kraftfahrer alle hintereinander geschalteten Lichtsignalanlagen mit der zugelassenen Geschwindigkeit bei „grün“ erreicht und auch durchfahren kann. Das große Problem einer Koordinierung ist, dass jede Straße im Grunde genommen zwei Koordinierungsphasen hat, für jede Richtung jeweils eine. Heinrich Block: „Berücksichtigt man die unterschiedlichen Abstände der einzelnen Kreuzungen und somit die verschiedenen Fahrtzeiten in den einzelnen Richtungen, so lässt sich unschwer erkennen, dass es die ideale ‚grüne Welle’ überhaupt nicht geben kann.“ Der Verkehrsplaner kann nur versuchen, beide Koordinierungen optimal aufeinander abzustimmen. Um die Nachteile einer Richtung zu minimieren, wird bei einer modernen Verkehrssteuerung versucht, durch verkehrsabhängige Steuerungen die möglichen Gründzeiten optimal zu verteilen. Deshalb funktioniert die Koordinierung auf der Paderborner Straße zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich. Ursache hierfür sind die kreuzenden Straße Almeaue, Am Almerfeld, B1 und Verner Straße, die unterschiedlichen Grünzeitbedarf haben. Die neuen Ampelanlagen an den Kreuzungen messen jetzt das Verkehrsaufkommen und regeln der Grünzeiten der Nebenrichtungen. Bei geringem Verkehrsaufkommen werden die Grünzeiten gekürzt und der Paderborner Straße zugeschlagen. Beeinflusst werden die Grünphasen aber nicht nur vom Verkehrsaufkommen auf den verschiedenen Straßen, sondern auch durch die ÖPNV-Beschleunigung, die den Bussen grünes Licht gibt. Nicht einbezogen in die Koordinierung ist die Wewerstraße. Volker Schultze: „Eine Koordination mit anderen Straßen würde einen Rückstau im Ortskern Elsen verursachen, deshalb ist diese Kreuzung einzeln geschaltet und reagiert auf die Verkehrsbelastung.“